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2013 sind Baumbestattungen möglich

Ausschuss-Sitzung 2013 sind Baumbestattungen möglich

Das Sterben in der Gemeinde Bad Endbach soll teurer werden und eine Urnenbestattung an Eichen- und Buchenbeständen bald möglich sein.

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Eine Tafel mit den Namen der Bestatteten hängt an einem Baum des im Reinhardswald bei Reinhardshagen gelegenen Friedwalds. So ähnlich sollen auch die Baumgrabstätten in der Gemeinde Bad Endbach gekennzeichnet werden.Archivfoto: Uwe Zucchi (dpa)

Quelle: Uwe Zucchi

Bad Endbach . Die neue Friedhofsordnung, die das Gemeindeparlament am 14. Dezember beschließen soll, sieht auch eine Baumgrabbestattung vor. Der vorhandene alte Friedhof in Wommelshausen eignet sich gut als Waldfriedhof. Urnenbestattungen könnten dort an den vorhandenen Eichen- und Buchenbeständen erfolgen. Mit einem Förster wurden bereits morsche Bäume markiert und die toten gefällt. Mitte des Jahres könnten dort Bestattungen erfolgen. Allerdings können bei diesem Baumbestand maximal vier bis acht Urnen beigesetzt werden und nicht wie in Bottenhorn geplant zwölf pro Baum.

Die Baumgrabstätten sollen für 25 Jahre vergeben werden. Eine längere Nutzung schließt die neue Satzung aus. Zur Kennzeichnung der Grabstätte lässt die Gemeinde Namenstafeln anfertigen, um ein einheitliches Bild zu schaffen.

Ein Begräbnis an einer Baumgrabstätte soll 1150 Euro kosten. Der gleiche Preis wird für ein Urnenreihengrab auf einer anonymen Grabfläche fällig.

Ingesamt sollen für ein anonymes Reihengrab 6500 Euro an Gebühren anfallen, für ein Urnengrab 4000 Euro.

Der derzeitige Deckungsgrad bei den Gebühren beträgt im Schnitt 52 Prozent. Die neue Friedhofsordnung sieht eine Steigerung der Kosten und somit eine Steigerung des Deckungsgrads auf 75 Prozent vor.

Die Kalkulation sehe keine 100-prozentige Deckung der Kosten vor. Man müsse aber über die tatsächlichen Kosten, die anfallen, öffentlich sprechen, erklärte Bürgermeister Markus Schäfer. Er bezog sich auf die Pflegekosten, die bei einem Reihengrab, bei dem die Nutzungsrechte für 30 Jahre verliehen werden. Die kompletten Kosten für die jährliche Pflege könnten nicht einkalkuliert werden, weil dann die Gebühren drastisch steigen müssten.

Im Haupt- und Finanzausschuss diskutierten die Mitglieder heftig über die zu erhebenden Gebühren bei anonymen Gräbern. Zum Teil wurde Unverständnis gezeigt für das Ablegen von Grabschmuck auf anonymen Flächen, der dann wieder abgeräumt werden müsste.

Bürgermeister Schäfer versuchte die Diskussion zu entschärfen, indem er den Angehörigen diese Form der Trauerbewältigung, die mit Kosten für die Gemeinde verbunden ist, zusprach.

Bei einer Enthaltung fand die Gebührenordnung die Zustimmung der Ausschuss-Mitglieder. Die neue Satzung wurde einstimmig begrüßt.

Der Haupt- und Finanzausschuss wird der Gemeindevertretung empfehlen, beide Vorlagen anzunehmen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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