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18 Monate 
auf Bewährung für 33-Jährigen

Amtsgericht 18 Monate 
auf Bewährung für 33-Jährigen

Am Dienstag wurde ein 33-jähriger Biedenkopfer vor dem Amtsgericht Marburg wegen Nötigung, Sachbeschädigung und versuchter schwerer Vergewaltigung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich muss der Angeklagte innerhalb von drei Monaten eine Drogenentgiftung mit anschließender stationärer Suchttherapie antreten und abschließend 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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Das Amtsgericht Marburg hat einen 33-Jährigen zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Quelle: sokaeiko / pixelio.de

Marburg. Eigentlich stand der Angeklagte wegen Raubes und Körperverletzung vor Gericht. Nachdem aber beim ersten Prozesstermin herauskam, dass zusätzlich der Tatbestand einer versuchten ­Vergewaltigung vorlag, wurde 
die Verhandlung unterbrochen.

Laut Anklage habe der Beschuldigte die Geschädigte im Oktober 2014 in deren Wohnung gewürgt und ihr gewaltsam das Handy entrissen. In diesem suchte er nach Beweisen für eine neue Liebschaft seiner Exfreundin und Mutter seiner beiden Kinder. Aus Wut über die gewonnen Erkenntnisse zerstörte er anschließend das Handy. Des Weiteren habe er seine Ex-Freundin mit einem Messer bedroht und gesagt, er wolle sich holen, was ihm zustehe. Die Frau konnte allerdings flüchten und habe im Treppenhaus einer Zeugin gesagt, dass ihr ehemaliger Partner sie vergewaltigen wollte.

In der Verhandlung relativierte die Geschädigte die Vorwürfe. Ja, sie habe gegenüber der Zeugin von einer versuchten Vergewaltigung gesprochen, aber dies sei nur der Aufregung halber gewesen. Die Situation in ihrer Wohnung sei bedrohlich gewesen, doch könne sie sich nicht vorstellen, dass der Angeklagte sie wirklich vergewaltigen wollte: „Er wollte mir nur Angst machen.“ Nahezu die selbe Aussage war auch vom Beschuldigten zu hören. Zusätzlich kam heraus, dass die beiden sich wieder vertragen und vergangenen Woche zusammen Weihnachtsgeschenke für die gemeinsamen Kinder gekauft haben.

Letzteres und der gezeigte Wille des Angeklagten, sein Leben abseits von Drogen in geordnete Bahnen zu lenken, führten zu dem Strafmaß von 18 Monaten Haft auf Bewährung, wie Richter Dominik Best erläuterte. Der Staatsanwalt Sebastian Brieden hatte zwei Jahre, der Verteidiger ein Jahr gefordert.

von Alexander Graf

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