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Niemand passt in eine Schublade

Wahltagebuch Niemand passt in eine Schublade

Die meisten Menschen können sich wohl einigermaßen sicher im klassischen politischen Spektrum von links nach rechts einordnen.

Als sich der Bundestag noch aus lediglich drei Parteien zusammensetzte, fielen Wahlentscheidungen sicher auch nicht leichtfertig, aber vielleicht etwas leichter. In den kommenden Bundestag werden voraussichtlich sechs Parteien einziehen. Die Auswahl hat sich zahlenmäßig also verdoppelt. Die Parteien rücken inhaltlich näher zusammen, Grenzen erscheinen teilweise fließend. All das erschwert vielen Menschen die Wahl.

Hinzu kommt, dass es – zum Glück – auch innerhalb der konservativen Parteien aufgeschlossenere Vertreter gibt und anders herum. Menschen passen eben nicht in Schubladen. Woran soll man seine Wahlentscheidung dann festmachen? In ihre Programme schreiben Parteien zunächst auch einmal nur ihre Pläne hinein. Was dann im Bundestag letztendlich beschlossen wird, ist häufig ein Kompromiss zwischen den Koalitionspartnern, vielleicht mit ein wenig Einfluss der Opposition.

Der Wahl-O-Mat kann helfen, seine Einstellung in bestimmten Fragen mit dem zu vergleichen, was die Parteien dazu eingereicht haben. Die Internetseite www.deinwal.de verfolgt einen anderen Ansatz. Dort zählt, wie die Parteien zu bestimmten Themen tatsächlich abgestimmt haben. Man klickt sich durch das Quiz und Dein Wal stellt die Antworten den Abstimmungsergebnissen gegenüber.

Wie auch immer Sie Ihre Wahlentscheidung treffen, Hauptsache Sie gehen wählen. Bis dahin können Sie sich noch 13 Tage lang überlegen, wo Sie Ihre Kreuze machen.

von Philipp Lauer

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