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Let‘s go, Gerwomany

Wahl ist "Frauensache" Let‘s go, Gerwomany

„Gerwomany“ – unter diesem Namen haben sich 23 Frauenmagazine zusammengeschlossen, um durch Print- und Onlinebeiträge die rund 30 Millionen wahlberechtigten Frauen in Deutschland dazu zu animieren, am 25. September ihre Stimmen abgeben.

Marburg. Wählen sei schließlich „Frauensache“ heißt es betont selbstbewusst aus den Redaktionskreisen.
Ist so eine Kampagne fast 100 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland überhaupt notwendig? Ein Blick in die Statistiken verrät: Leider ja. Laut der Bundeszentrale für Politische Bildung lag die Wahlbeteiligung von Frauen in den vergangenen 60 Jahren immer unter der von Männern. Zwar hat sich der Abstand von 3,1 Prozentpunkten bei der Bundestagswahl 1953 auf 0,5 Prozentpunkte im Jahr 2013 verringert. Aber das ging auch schon mal besser: 2005 gingen nur 0,4 Prozent mehr Männer als Frauen an die Wahlurnen. Es ist also Luft nach oben, Mädels.

Bleibt abzuwarten, was Frauenzeitschriften wie „Bild der Frau“, „Cosmopolitan“, „Freundin“ oder „Glamour“, in denen es sonst um so existenzielle Fragen geht wie, ob die Penisgröße des Mannes entscheidend beim Sex ist, wie man möglichst viel in kurzer Zeit abnimmt, was im RTL-“Sommerhaus der Stars“ so los ist und warum Florian Silbereisen eigentlich immer noch nicht verheiratet ist, zur politischen Bildung beitragen werden.
Ich lasse mich gern überraschen und habe schon mal den Facebook-Kanal „#Gerwomany“ abonniert.

von Ruth Korte

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