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So können Sie wählen

Wer darf wählen? So können Sie wählen

Wer darf eigentlich wählen? Wie geht das? Und wer kann und darf dabei eigentlich helfen?

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Ein Mann wirft den gefalteten Stimmzettel in die Wahlurne. Die Urne wird erst zur Auszählung am Abend geöffnet.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Sie dürfen wählen, wenn Sie:

- mindestens 18 Jahre alt sind,

- die deutsche Staatsangehörigkeit haben, also Deutscher oder Deutsche sind und so einen deutschen Personalausweis haben,

- wenn Sie in Deutschland wohnen. Aber es gibt wenige Ausnahmen. Zum Beispiel wenn Sie in allen Angelegenheiten eine Betreuung haben. Dann dürfen Sie nicht wählen.

Vor der Wahl bekommen Sie eine Wahlbenachrichtigung. Sie bekommen die Wahlbenachrichtigung mit der Post zugeschickt. Eine Wahlbenachrichtigung ist eine Einladung zur Wahl. Sie können damit wählen gehen. Haben Sie drei Wochen vor der Wahl noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen? Melden Sie sich dann bei Ihrer Stadt, Gemeinde oder dem Landkreis.

Auf der Wahlbenachrichtigung stehen Infos zu der Wahl:

- Wann Sie wählen können. Die Bundestagswahl findet am 24. September 2017 statt. Sie können von 8 bis 18 Uhr wählen gehen.

- Wo Sie wählen können. Den Ort, an dem Sie wählen können, nennt man Wahllokal.

Wählen im Wahllokal

Am 24. September 2017 gehen Sie in Ihr Wahllokal. Nehmen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass mit. Denken Sie möglichst auch an Ihre Wahlbenachrichtigung. Sie dürfen auch wählen, wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung verloren haben. Sie brauchen dann Ihren Personalausweis oder Reisepass.

Im Wahllokal sitzen Wahlhelfer und Wahlhelferinnen. Zeigen Sie den Wahlhelfern Ihren Personalausweis oder Reisepass und Ihre Wahlbenachrichtigung. Die Wahlhelfer geben Ihnen dann den Stimmzettel.

Sie nehmen Ihren Stimmzettel und gehen in eine Wahlkabine.

Sie machen hier Ihre Kreuze. Wahlen sind geheim. Nur Sie wissen, wen Sie gewählt haben. Niemand darf zuschauen, wen Sie wählen. Niemand darf überprüfen, wen Sie gewählt haben. Sie müssen niemandem verraten, wen Sie gewählt haben!

Sie haben Ihre Kreuze gemacht. Dann falten Sie den Stimmzettel. Sie falten ihn so, dass keiner sehen kann, was Sie gewählt haben. Dann kommt der Stimmzettel in die Wahlurne. Die Wahlurne ist eine Kiste, in die alle Stimmzettel kommen. Die Wahlurne sieht so ähnlich aus wie ein Briefkasten.

Hilfe beim Wählen

Jeder Bürger und jede Bürgerin soll die Möglichkeit haben, eine Stimme abzugeben. Manchmal braucht eine Person aber Hilfe beim Wählen. Zum Beispiel wenn jemand nicht sehen kann. Dafür gibt es Wahlschablonen. Die Wahlschablonen sind kostenfrei. Sie können die Wahlschablonen bei den Landesvereinen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes beantragen. Es kann auch ein Helfer oder eine Helferin mit Ihnen in die Wahlkabine kommen: Zum Beispiel wenn Sie nicht lesen können.

Oder wenn Sie den Stimmzettel alleine nicht falten können. Ihnen kann Ihre Assistenz oder Ihr Betreuer oder Ihre Betreuerin helfen. Die Wahlhelfer und Wahlhelferinnen im Wahllokal können Ihnen auch helfen. Sie können entscheiden, wer Ihnen hilft. Auf der Wahlbenachrichtigung steht auch, ob das Wahllokal barrierefrei ist.

Briefwahl Vielleicht können Sie nicht zum Wahllokal gehen. nZum Beispiel wenn Sie am Wahltag im Urlaub sind,noder einen Termin haben, noder weil Sie krank sind. Dafür gibt es die Briefwahl. Dann können Sie vor dem Wahltag wählen. Sie können per Post oder im Wahlamt wählen. Sie müssen die Briefwahl zuerst beantragen. Sie können auch jemanden fragen, der Ihnen helfen kann. Füllen Sie die Rückseite der Wahlbenachrichtigung aus.

Schicken Sie die Wahlbenachrichtigung zurück an die Wahlbehörde. Die Adresse steht auf der Wahlbenachrichtigung. Die Wahlbehörde schickt Ihnen die Unterlagen und eine Anleitung zur Briefwahl zu. In der Anleitung steht, wie Sie mit der Briefwahl wählen können. Schicken Sie Ihren Wahlbrief spätestens drei Tage vor der Wahl ab. Sie brauchen keine Briefmarke. Eine Briefwahl kostet nichts. Der Brief muss bis 18 Uhr am Wahlsonntag angekommen sein. Dann werden die Stimmen gezählt. Autoren: Dorothee Meyer, Sarah Dreyer, Liza Holetzek, Bettina Lindmeier für die Bundeszentrale für politische Bildung. Redaktion: Wolfram Hilpert (verantwortlich), Tabea Schüller-Ruhl.

Barrierefreiheit:

Wie Sie ein barrierefreies Wahllokal finden, steht auf der Wahlbenachrichtigung. Um in einem anderen Wahllokal zu wählen, brauchen Sie aber einen Wahlschein. Den Wahlschein können Sie bei Ihrer Gemeinde beantragen. Das geht genauso, wie Sie auch die Briefwahl beantragen.

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