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Am 24. September ist Bundestagswahl

Einfache Sprache Am 24. September ist Bundestagswahl

Am 24. September 2017 wählen die deutschen Bürger und Bürgerinnen den Bundestag. Sie ­wählen Personen als Ihre Vertreter und Vertreterinnen aus.

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So sieht es im Bundestag aus. Foto: Kay Nietfeld

Quelle: Kay Nietfeld

Marburg. Die Vertreter und Vertreterinnen heißen Abgeordnete. Alle Abgeordneten sind ­zusammen der Deutsche Bundestag. Der Bundestag wird ­alle vier Jahre gewählt. In besonderen Fällen auch nach kürzerer Zeit. Die Entscheidungen im Bundestag betreffen Ihren Alltag.

- Der Bundestag beschließt neue Gesetze oder ändert Gesetze, die es bereits gibt. Diese Gesetze gelten für alle Menschen in Deutschland.

- Der Bundestag genehmigt Verträge mit anderen Staaten, zum Beispiel die UN-Behindertenrechtskonvention.

- Der Bundestag entscheidet über den Haushalt - also darüber, wie viel Geld für was ausgegeben wird. Zum Beispiel: Wie viel Geld für neue Autobahnen verwendet werden soll.

- Der Bundestag wählt den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin.

- Der Bundestag entscheidet über den Einsatz der Bundeswehr.

- Der Bundestag kontrolliert die Bundesregierung. Die Bundesregierung muss dem Bundestag sagen, was die Bundesregierung getan hat und was sie tun will.

- Die Bundesregierung besteht aus Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin und Bundesministern. Die Regierung setzt die Entscheidungen des Bundestages um und macht ihm Vorschläge für Gesetze.

Die Abgeordneten:

Es gibt im Bundestag viel zu besprechen und zu entscheiden. Die Abgeordneten im Bundestag haben viel zu tun.In Deutschland gibt es viele Millionen Bürger und Bürgerinnen. Wenn alle die Arbeit eines oder einer Abgeordneten machen, kann niemand einen anderen Beruf ausüben. Es gibt dann keine Bäcker, Lehrer oder Busfahrer. Dann kann man in Deutschland nicht gut leben. Deshalb wählen die Bürger und Bürgerinnen Vertreter. Diese nennt man Abgeordnete. Die Bürger und Bürgerinnen wählen die Abgeordneten für vier Jahre. Die Abgeordneten sind Vertreter aller Bürger und Bürgerinnen. Deshalb sagt man: Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie . Das bedeutet: Das Volk wählt den Bundestag, also das Parlament.

Das Wort Parlament bedeutet „Aussprache“. In einem Parlament kommen Vertreter und Vertreterinnen des Volkes zusammen. Sie sagen ihre Meinung zu wichtigen Fragen und treffen Entscheidungen für das ganze Volk. Der Bundestag ist ein Parlament.

Demokratie kommt aus der griechischen Sprache. Es bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Das Volk sind alle Bürger und Bürgerinnen. In einer Demokratie entscheidet das Volk durch Wahlen und Abstimmungen.

Erst- und Zweitstimme

Mit der Erststimme wählen Sie eine Person aus Ihrem Wahlkreis. Diese Person soll einen Sitz im Bundestag bekommen. Meistens schlagen die Parteien diese Personen vor. Für die Wahl wird Deutschland in Wahlkreise aufgeteilt. In jedem Wahlkreis sind ungefähr gleich viele Einwohner. In Deutschland gibt es 299 Wahlkreise.Sie können eine Person wählen, die Ihren Wohnort im Bundestag vertreten soll. Die Person mit den meisten Stimmen darf in den Bundestag. Man nennt sie Wahlkreisabgeordneter oder Wahlkreisabgeordnete.

Man sagt auch: Der oder die Wahlkreisabgeordnete wird direkt gewählt. Deswegen werden sie auch Direktkandidaten genannt. Aus jedem Wahlkreis kommt ein Abgeordneter oder eine Abgeordnete direkt in den Bundestag.

Die Direktkandidaten für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf sind: Daniel Baron (Freie Wähler), Sören Bartol (SPD), Hanke Friedrich Bokelmann (FDP), Rainer Flohrschütz (Grüne), Dr. Stefan Heck (CDU), Elisabeth Kula (Linke), Julian Schmidt (AfD) und Richard Schmidtke (Marburger Pogo-Anarchisten). nDie Zweitstimme ist wichtiger als die Erststimme. Mit Ihrer Zweitstimme entscheiden Sie: Wie viele Sitze eine Partei im Bundestag bekommt. Ein Beispiel: Doppelt so viele Menschen haben die Partei X gewählt wie die Partei Y. Dann bekommt auch die Partei X doppelt so viele Sitze im Bundestag wie die Partei Y. Insgesamt machen Sie also zwei Kreuze: Ein Kreuz für die Erststimme und ein Kreuz für die Zweitstimme.

von der Bundeszentrale für politische Bildung

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