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In fast allen Kommunen Platz drei für die AfD

Zweitstimmen-Analyse In fast allen Kommunen Platz drei für die AfD

Bei den Zweitstimmen im Landkreis waren die beiden großen Parteien auch die großen Verlierer. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 büßte die SPD sieben Prozentpunkte ein, die CDU fast genauso viel.

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Im Wahllokal im Staatsarchiv in Marburg leeren Karin Brahms und Ralf Grun die Urne aus.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Vergleich zur Wahl 2013 verlieren die Grünen 1,21 Prozent bei den Zweitstimmen, die Linke legt um 3,42 Prozentpunkte zu, die FDP sogar um 4,66 Prozent.

Die AfD bringt es auf Anhieb auf 11,46 Prozent. Das ist allerdings knapp ein Prozentpunkt weniger als noch bei der Kreistagswahl 2016.

Freie Wähler dümpeln bei unter einem Prozent

Die Freien Wähler, in der hiesigen Kommunalpolitik vielerorts gut vertreten und nun erstmals im Bund mit am Start, dümpeln bei 0,67 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Kreistagswahl 2016 holten sie 4,50 Prozent.

Stärkstes AfD-Ergebnis kommt aus Steffenberg

Im Landkreis kommt das stärkste Zweitstimmen-Ergebnis der AfD aus der Gemeinde Steffenberg, deren Ortsteil Steinperf schon nach der Kommunalwahl als eines der rechtesten Dörfer Hessens herausragte. Nun holt die „Alternative“ in Steffenberg 18,80 Prozent. Damit zwar knapp 2,5 Prozent weniger als bei der Kreistagswahl 2016, aber dennoch ist dies das beste AfD-Ergebnis im Vergleich der heimischen Kommunen. Dicht auf Steffenberg folgen Neustadt mit 18,45 Prozent für die AfD und in der Reihenfolge Lohra, Angelburg und Bad Endbach mit jeweils zwischen 16 und 17 Prozentpunkten für die „Alternative“.

Rechtspopulisten feiern im Hinterland große Erfolge

In Stadtallendorf kam die AfD an die 16 Prozent heran, in Gladenbach an die 14 Prozent. Damit feierten die Rechtspopulisten ihre größten Erfolge überwiegend im Hinterland. Ansonsten lagen ihre Ergebnisse überall unter 13 Prozent. Weit abgeschlagen Marburg mit dem AfD-Ergebnis von 7,07 Prozent.

Bestes CDU-Ergebnis in Amöneburg

Die Universitätsstadt ragt kreisweit mit den stärksten Ergebnissen für Linke und Grüne heraus - und mit sehr schwachen Ergebnissen für die beiden großen Volksparteien. Weniger Prozentpunkte als in Marburg holten SPD und CDU in keiner anderen heimischen Kommune.

CDU überholt SPD in der Universitätsstadt

Allerdings liegt die CDU in der Universitätsstadt bei den Zweitstimmen nun um gut zwei Prozentpunkte vor der SPD. Vor vier Jahren sah war es genau andersherum, die SPD führte um gut einen Prozentpunkt vor der CDU.

Die Union schafft ihr kreisweit bestes Zweitstimmen-Ergebnis im Kreis in Amöneburg, holt fast 47 Prozent in der Heimatkommune des CDU-Direktkandidaten Dr. Stefan Heck. Die FDP fand in Weimar den stärksten Zuspruch. Die Grünen außerhalb der Stadt Marburg im benachbarten Cölbe.

von Carina Becker-Werner

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