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Schock über Rechtsruck zieht runter

Linke-Wahlparty Schock über Rechtsruck zieht runter

Nein, viel Jubel brandete nicht auf im DGB-Haus in der Bahnhofstraße in Marburg, wo sich die Unterstützer der Linken trafen, um gemeinsam die ersten Hochrechungen zu analysieren.

Marburg. Kurz vor 18 Uhr waren es 30 Personen, die kurz nach 18 Uhr für eine kurze Zeit schwiegen. Zu sehr waren sie wohl geschockt vom Wert der AfD. „Wir erleben hier einen gewaltigen Rechtsruck“, erklärte der Vorsitzende des Kreisverbandes, Christian Bubel, die gedrückte Stimmung. Das eigene Ergebnis hätte gerne etwas höher ausfallen können, doch ist es im Vergleich mit früheren Ergebnissen für die Linke ein Erfolg.

„Wir dürfen jetzt nicht einfach sagen, dass die, die die AfD gewählt haben, alles Faschisten sind. In erster Linie sind es Menschen. Und denen sollten wir mit Fach- und Sachpolitik begegnen“, meinte Bernd Hannemann, Mitglied der Fraktion der Linken im Kreistag Marburg-Biedenkopf.

Ein großes Lob erntete Elisabeth Kula, die sich als einzige Frau unter den Direktkandidaten gut Gehör verschafft habe, so Bubel. Sie habe alles gegeben und hohen Einsatz gezeigt, wie auch die Helfer. Deshalb zeigte sich Bubel optimistisch, im Landkreis ein besseres Ergebnis einzufahren als im Bund.

Und so sollte es dann auch kommen. Zwar musste man hier ebenfalls die AfD ziehen lassen, aber die FDP und auch die Grünen blieben im Landkreis hinter den Linken zurück. Das durfte dann gefeiert werden.

von Götz Schaub

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