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SPD liegt über Bundesschnitt

Südkreis SPD liegt über Bundesschnitt

In zwei von drei Südkreiskommunen gewinnt die CDU. Allerdings bleibt die Union unter den Bundesergebnissen, während die SPD mehr Stimmen holte, als im Bundesschnitt. Zugelegt haben die kleinen Parteien.

Dirk Weber (von links), Uwe Matthäi und Horst Schindler haben Wähler mit Bratwurst belohnt: Im Feuerwehrhaus vor dem Wahllokal hat die Wehr gestern Gegrilltes verkauft.Foto: Grähling

Quelle: Patricia Graehling

Niederweimar. „Erst die Wahl, dann die Wurst“, lautete das Motto in Niederweimar. Dort hatte die Feuerwehr in ihrem Gerätehaus - praktischerweise vor dem Wahllokal im Rathaus - zur Bratpartie eingeladen. Nicht nur, um hungrige Wähler zu stärken, sondern auch, um mehr Menschen zum Rathaus zu locken. „Wir sind zufrieden. Hier war schon sehr viel los“, sagte Wehrführer Uwe Matthäi am Nachmittag.

Die Wahlbeteiligung ist in Weimar, wie auch in den anderen Südkreiskommunen Fronhausen und Ebsdorfergrund, gestiegen - verglichen mit den Zahlen von 2013. Gestiegen ist auch überall die Zustimmung für die kleineren Parteien: Die FDP holte in Weimar 9,38 Prozent, lag 2013 noch bei 4,68. In Fronhausen machte sie ein Plus von knapp 5 Prozent, in Ebsdorfergrund von knapp 4 Prozent. Auch die Linken holten jeweils zwischen 2 und 3 Prozent mehr Stimmen als noch bei der letzten Bundestagswahl 2013.

Die AfD hat in allen drei Kommunen die drittmeisten Stimmen geholt: In Fronhausen 12,66, in Ebsdorfergrund 12,53 Prozent. In Weimar wurde sie mit 10,39 Prozent nur knapp vor den Grünen (9,44) drittstärkste Partei.

In Fronhausen sank CDU-Zustimmung

Wie im Bundesdurchschnitt auch verloren die großen Altparteien CDU und SPD im Südkreis viele Wähler. In Fronhausen sank die Zustimmung für die CDU von 38,53 Prozent auf nun 31,68; in Weimar sank die Zustimmung von 36,9 auf 31,8 Prozent - und liegt damit beiderorts sogar knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt die CDU im Ebsdorfer Grund: Dort holte sie 2013 noch 32,45 Prozent der Stimmen, nun kommt sie auf 27,37 Prozent.

Anders sieht es mit den Sozialdemokraten in Marburgs Süden aus: Die haben auch Federn gelassen, haben aber noch deutlich mehr Zustimmung gefunden, als im Bundesdurchschnitt der gestrigen Wahl. Im Ebsdorfer Grund hat die SPD sogar - nicht ganz überraschend - mit 31,14 Prozent mehr Stimmen als die CDU. Dennoch ein herber Verlust: Noch 2013 hatte die SPD hier 40,1 Prozent geholt.

Bei der Erststimme hat Sören Bartol (SPD) in allen drei Südkreiskommunen das Rennen gemacht - besonders deutlich im Ebsdorfer Grund, wo er 41,13 Prozent der Stimmen holte. CDU-Kandidat Dr. Stefan Heck bekam 30 Prozent, Julian Schmidt (AfD) dagegen 10,83. Knapper fiel der Unterschied zwischen den beiden aussichtsreichsten Kandidaten in Weimar aus: Bartol brachte es auf 36,4, Heck auf 34,41 Prozent der Stimmen.

von Patricia Grähling