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„Antworten, die wir für richtig halten“

Kandidat der CDU „Antworten, die wir für richtig halten“

Fragen junger Familien, Fragen in Sachen Sicherheit und Integration. Dr. Stefan Heck ist sich sicher: Er und seine Christdemokraten können jene Fragen beantworten, die die Menschen beschäftigen.

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Auf „Frieden, Freiheit, Abenteuer“

An dieser Bank verbrachte der Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck in seiner Schulzeit an der Stiftsschule Sankt Johann in Amöneburg seine Pausen am liebsten. Am 24. September möchte er wieder in den Bundestag gewählt werden.

Quelle: Nadine Weigel

Amöneburg. Nur wenige Schritte an der Burgruine Amöneburg vorbei führen Stufen vom Weg hinab zu einer gemütlichen Bank. An diesem Ort hat der Bundestagsabgeordnete und Direktkandidat Dr. Stefan Heck (CDU) zu seiner Schulzeit gerne die Pausen verbracht. Sich mit Mitschülern ausgetauscht und die Aussicht über den Landkreis Marburg-Biedenkopf und ganz besonders über seinen Heimatort Mardorf genossen.

Seit vier Jahren pendelt Heck nun schon regelmäßig von Mardorf nach Berlin. „Die Arbeit als Bundestagsabgeordneter bereitet mir unglaublich viel ­Freude. Es ist kein Tag wie der andere“, sagt Heck. Er habe lange darauf hingearbeitet, in diesem Beruf zu arbeiten. „Besonders freut mich, dass man auch als Einzelner in dem Bereich, für den man zuständig ist, viel ­bewegen kann.“

"Fühle mich in Mardorf sehr wohl"

Während der Sitzungswochen sei man sehr beschäftigt, sodass man von Berlin – außerhalb der Blase des Regierungsviertels – nicht allzu viel mitbekomme. In seinem Büro hat Heck einige Bilder aus dem Landkreis aufgehängt: alte Fotografien des Marburger Marktplatzes, einen Kupferstich der Amöneburg und eine Aufnahme des Biedenkopfer Amtsgerichts. An seine Heimat Mardorf erinnert ihn eine Collage von Ausdrücken auf Modderfer Platt. „Ich lebe wirklich gerne in Mardorf, schon mein ganzes Leben. Hier fühle ich mich sehr wohl“, drückt Heck seine Heimatverbundenheit aus.

Meistens pendelt Heck mit dem Zug und braucht etwa vier Stunden für einen Weg. Diese Zeit verbringt er häufig mit Arbeit, hört aber auch gerne Musik oder liest während der Fahrt. Am liebsten legt er Rock der 1960er- und 70er-Jahre auf. Die Wochen im Wahlkreis ­genieße er sehr, besonders die vielen Einblicke in alle Bereiche des täglichen Lebens.

Als Jurist würde Heck nach der Wahl gerne weiter im Rechtsausschuss arbeiten – die ­große Koalition mit der SPD will er nicht fortsetzen. „Die Gemeinsamkeiten sind aufgebraucht, außerdem ist es für das Land nicht gut, wenn über längere Zeit eine große Koalition regiert.“ Man brauche starke Regierungsmehrheiten, aber auch eine starke Opposition, und die habe es in den vergangenen vier Jahren nicht gegeben.

Rentenpolitik größte Herausforderung

In Sachen Generationengerechtigkeit sieht Heck größere Gemeinsamkeiten etwa mit den Grünen als mit den Sozialdemokraten. Andere Gemeinsamkeiten habe man auf Bundesebene jedoch wenige mit Bündnis 90. Dabei habe dies weniger mit Inhalten als mit Personen zu tun. „Die Rentenpolitik sehe ich als größte Herausforderung für die kommenden Jahre. Und da haben wir meiner Meinung nach die größte Schnittmenge mit der FDP“, sagt Heck.

Sein Wahlkampfgast, Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, warb um Stimmen für die CDU, damit die CSU weniger „auf blöde Gedanken“ komme. „Da hat er wohl Recht“, findet Heck. Bei allen Sympathien sei es wichtig, gelegentlich Grenzen aufzuzeigen. „Die persönlichen Angriffe auf die Kanzlerin fand ich nicht sehr gelungen.“ Auch die Pkw-Maut „hätte man vielleicht nicht so beschließen müssen“.

Die Integration von Flüchtlingen habe man in Bayern hingegen gut gelöst, vor allem, weil man dort auch „klare Regeln“ aufstelle. „Angesichts dieser großen Herausforderung muss die Mehrheitsgesellschaft offen bleiben, aber auch klar sagen, was nicht geht, und gewisse Werte durchsetzen“, sagt Heck. Dazu zähle er die geschriebenen Regeln und Gesetze, wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religions- und Meinungsfreiheit.

Beim Islam "vorsichtig kritisch"

„Aber auch ungeschriebene ­Gesetze, wie dass man sich zur Begrüßung die Hand gibt“ und sich nicht voll verschleiert gegenübertrete. Vollverschleierte ­Frauen sehe man zwar auf dem Land weniger, in den Großstädten aber zunehmend. Insgesamt sei er beim Islam lieber „vorsichtig kritisch als zu euphorisch“, selbst wenn sich andersgläubige CDU-Mitglieder durchaus auch mit den christlichen Werten der Union identifizieren könnten.

Heck will die Fragen beantworten, die Menschen beschäftigen. Fragen junger Familien, Fragen in Sachen Rente, Integration und Sicherheit. „Mit Antworten, die wir für richtig halten. Die Antworten der AfD führen alle auf den falschen Weg“, sagt Heck. Es ­müsse das Ziel sein, dass möglichst ­wenige Menschen AfD wählen. „Wir dürfen ihnen im Bundestag formal nicht die Möglichkeit geben, sich in der Opfer­rolle darzustellen, und müssen uns inhaltlich hart mit ihnen auseinandersetzen.“

Was konservative Haltung angeht, so will sich Heck nicht gerne in eine Schublade stecken lassen – auch wenn diese die Partei und auch zum Teil ihn ausmache. Er verstehe darunter, Bewährtes zu erhalten. Und Neues nur dann zu machen, wenn es erwiesenermaßen besser ist. „Neues ist ja nicht deshalb besser, weil es neu ist“, sagt Heck.

Im Rechtsausschuss beschäftigte sich Heck in den ersten beiden Jahren unter anderem mit dem Thema Fahrgastrechte. Die vergangenen zwei ­Jahre beschäftigte sich Heck dann hauptsächlich mit dem Thema Urheberrecht. Eigentlich hatte er gar nicht geplant, im Rechtsausschuss tätig zu werden. „Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, weil man ­alle Gesetzentwürfe mitberät und so guten Einblick in alle Politikfelder erhält“, sagt Heck.

Neben Beschäftigung mit der Gesetzeslage zu Fahrgastrechten komme es auch immer wieder vor, dass sich Menschen mit konkreten Problemen an die Bundestagsabgeordneten wenden. Gut zwei Dutzend Menschen habe Heck direkt helfen können, ihre Rechte durchzusetzen.

von Philipp Lauer

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In unseren Video-Beiträgen (oben) erklären die heimischen Direktkandidaten, warum sie nach Berlin in den Bundestag wollen. Wenn heute Wahl wäre, wen würden Sie wählen?