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Landkreis Zu wenig Geld für mehr Integration
Landkreis Zu wenig Geld für mehr Integration
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22:03 24.10.2010
Deutsch lernen als entscheidender Schritt zur Integration: In den Integrationskursen, wie beispielsweise die Volkshochschule sie anbietet, bildet der Sprachunterricht den Schwerpunkt. Quelle: Thorsten Richter

Berlin/Marburg. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und CSU-Chef Horst Seehofer forderten hingegen, der Qualifizierung einheimischer Kräfte Vorrang zu geben. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verteidigte ihren Vorschlag. „Wir brauchen Einwanderer, die zu uns passen“, sagte sie. Hintergrund der Debatte ist der Fachkräftemangel. Während die FDP ein Punktesystem für ausländische Spezialisten fordert, lehnt die CSU zusätzliche Zuwanderung ab.

Die Oberhessische Presse schaut aus Anlass der politischen Diskussion, wie die Integration von Zuwanderern in der Region funktioniert. Zum Auftakt der Serie „Spuren im Land“ stellt die OP heute die Integrationsarbeit des Landkreises vor. Der Landkreis ist seit 2002 im besonderem Maße um Integration bemüht. In diesem Jahr wurde die Stabsstelle Integration in Stadtallendorf eingeweiht.

Neben der eigenen Integrationsarbeit gehört der Landkreis durch seine Volkshochschule (VHS) zu den neun Anbietern von Integrationskursen in Marburg-Biedenkopf. 2005 führte das Bundesamt für Integration die Kurse ein. Seither hat die Volkshochschule 1350 Teilnehmer durch 91 Kurse begleitet. „Wir müssen Wartelisten führen“, erklärt Landrat Robert Fischbach (CDU): „Das Interesse ist so groß, dass wir mehr Kurse anbieten könnten, aber unsere personellen Ressourcen sind ausgereizt“, erklärt Landrat Robert Fischbach (CDU), der kein zusätzliches Personal engagieren will, um weitere Kurse zu ermöglichen. „Das kann sich der Landkreis nicht leisten“, verweist Fischbach auf die Schuldensituation von Marburg-Biedenkopf.

von Carina Becker

Der Auftakt zu unserer Serie „Spuren im Land“ am Montag in Ihrer OP.