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Stadtallendorf Aus dem Nichts zum Industriezentrum
Landkreis Unsere Heimat Stadtallendorf Aus dem Nichts zum Industriezentrum
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12:59 16.07.2009

OP: Was macht Stadtallendorf zu einer besonderen Stadt?
Günther Gnau: Es ist eine Stadt, die es vor 60 Jahren noch nicht mal gab und die heute ein wichtiges Zentrum im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist. Die Frauen und Männer, die Stadtallendorf nach dem Krieg gründeten, können stolz auf ihre Leistungen sein. Wir sind Industrie- und Garnisonsstadt geworden und haben im Laufe der Jahrzehnte Vertriebene, Aussiedler und Menschen aus mehr als 70 Nationen in den Alltag integriert. Ich glaube, es gibt kaum eine Stadt, die das so wie Stadtallendorf geschafft hat.
OP: Gibt es sie denn, die typischen Stadtallendorfer?
Gnau: Ja, es gibt sie und sie identifizieren sich zu hundert Prozent mit Stadtallendorf. Sie sind aber, gemessen an der Einwohnerzahl, noch immer eine Minderheit. Am Bürgersinn muss sich in Stadtallendorf noch etwas tun. Doch es braucht Zeit, bis er sich entwickelt. Für eine so junge Stadt wie Stadtallendorf ist das ein normaler Prozess, der immer noch im Gange ist.
OP: Was fehlt Stadtallendorf am meisten?
Gnau: Den Namen als Einkaufs- und Kulturstadt muss sich die Stadt noch erobern. Dafür gibt es aber viele gute Ansätze. Die Kunst- und Kulturtage sind nur ein Beispiel dafür, dass sich etwas tut, auch dank der vielen Vereine, die sich engagieren. Außerdem braucht die Stadt dringend zukunftsfähigen Wohnraum. Sonst bekommen wir Schwierigkeiten damit, weitere Menschen in die Stadt zu holen und ihnen hier eine langfristige Heimat zu bieten. Dieses Problem müssen alle Verantwortlichen in den nächsten Jahren angehen.

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