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Christenberg übt Faszination aus

Das Interview Christenberg übt Faszination aus

Walter Holzapfel (67) ist Vorsitzender des Heimatvereins Münchhausen.

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OP : Jüngst haben Sie sich selbst einen Wunsch erfüllt und ein Buch über den Christenberg veröffentlicht. Was bedeutet Ihnen der Ort?
Walter Holzapfel : Der Christenberg übt eine große Faszination auf mich aus. Er ist nicht nur ein wichtiger historischer Ort, sondern auch ein Platz mit einer besonderen Atmosphäre. Ich bin praktisch jede Woche einmal da. Es ist ein Platz zum Entspannen und Nachdenken. Die Aussicht ist einfach herrlich.
OP : Der Christenberg wird immer wieder mit Bonifatius in Verbindung gebracht. Glauben Sie, dass Bonifatius jemals auf dem Christenberg war?
Holzapfel : Es gibt darüber definitiv keinen Quellennachweis. Aber ich bin dennoch überzeugt davon, dass er dort einmal war. Es wäre doch logisch, da wir gesichert wissen, dass er auf der Amöneburg und auf dem Büraberg bei Fritzlar war. Das waren jeweils fränkische Festungsanlagen mit einem Kirchengebäude, genau wie auf dem Christenberg. Schriftlich gibt es über den Christenberg keine Nachrichten vor 1227 nach Christus. Dabei wissen wir auch, dass dort unter anderem schon im 5. Jahrhundert vor Christus gesiedelt wurde.
OP : Nicht nur die Martinskirche auf dem Christenberg, auch die übrigen Kirchen in der Großgemeinde Münchhausen verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Holzapfel : Richtig. Aus kunsthistorischer Sicht ist besonders die Niederaspher Kirche hervorzuheben. Für ein Dorf ist sie ein ungewöhnliches Sakralbauwerk. Das liegt daran, dass dort die Grablege der Adelsfamilie von Hohenfels war. Diese Familie wollte sich an einem prächtigen Ort bestattet wissen.

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