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Marburgs Osten Dorfleben in Marburg ist möglich
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15:18 09.09.2009

Marburg. Historische Dorfkerne mit Scheunen, Fachwerkhäusern und früheren Bauernhöfen findet man im Osten Marburgs. Cappel ist mit 6500 Einwohnern der größte östliche Stadtteil und verfügt über eine gute Infrastruktur. Dort prägt nicht nur der dörfliche Charakter den Ort, sondern die Mischung aus Stadt und Dorf. Im Industrie- und Gewerbegebiet bieten viele unterschiedliche Betriebe und Geschäfte – vom großen Lebensmitteldiscounter bis zum kleinen Familienlädchen – eine breite Auswahl.

Wer in Cappel wohnt, freut sich über einen wachsenden Einzelhandel und eine gute, weil lebendige Vereinsstruktur. Viel dörflicher ist es in den kleinen Nachbar-Stadtteilen wie Bortshausen oder Ronhausen sowie in Schröck, Moischt (ausgesprochen „möscht“, niemals „mo’ischt“), Bauerbach und Ginseldorf.

Dort leben viele Familien seit Generationen, aber auch immer mehr Neubürger, die sich in den Neubaugebieten wie zum Beispiel am Zuckerberg in Cappel oder am Buchenrot in Schröck wohl fühlen. Viele Angestellte des Universitätsklinikums und der universitären Einrichtungen auf den Lahnbergen – vom Professor bis zum Studenten – bevorzugen Bauerbach aufgrund der Nähe zum Arbeitsplatz als Wohnort. Die Verkehrsanbindung Richtung Marburg ist durch Bus und Anruf-Sammel-Taxi weit besser als in anderen Dörfern des Landkreises, wohl wünschen sich die Bauerbacher, Schröcker oder Ginseldorfer aber auch Busse, die zum Beispiel morgens früher und regelmäßiger Richtung Lahnberge oder Klinikum fahren.

Die Vereine, die Kirchen, aber auch die Ortsvorsteher und Ortsvorsteherinnen – in Bortshausen und Ginseldorf haben Frauen das Sagen – kümmern sich um die sozialen Belange und Fragestellungen in den Dörfern. Eine Frage, die die Bürger aktuell beschäftigt: Wird auf den Lahnbergen nahe Ginseldorf ein neuer Windpark gebaut? Das Landschaftsbild ist vielen Bewohnern dieser Stadtteile nicht nur wichtig, sondern ihr Stolz. Der Moischter Neubürger Johannes Klinke spricht für viele Bewohner, wenn er die Nähe zur Natur als Grund seiner Wohnort-Wahl nennt.

von Anna Ntemiris




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