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Marburg Kernstadt Mehr als eine schöne Bergstadt
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13:45 20.08.2009
Die Marburger Kernstadt erstreckt sich im Lahntal mit mehreren Seitentälern. Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. „Zurück in Marburg an der Lahn, die Stadt, die hat mir’s angetan“: Rock-Urgestein Reiner Husel besang mit dem „Hammerorchester“ Marburg und seine Kneipenszene. Und auch im Kulturladen KFZ wird mit dem „Marburger Abend“, bei dem Newcomer regelmäßig eine „offene Bühne“ finden, eine Art alternatives Heimatgefühl geweckt. Aber auch die Burschenschafter, die immer noch zahlreich in Marburg vertreten sind, haben mit „Alt-Marburg“ ein Lied vorzuweisen, das die Herrlichkeit der Stadt preist.

104 Meter über der Lahn erhebt sich der Schloss berg der Universitätsstadt, auf dem das Landgrafenschloss thront. Die Anfänge der Besiedelung liegen wohl im 9. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde der Name Marburg zum ersten Mal zu Beginn des 12. Jahrhunderts.

Besonders drei Jahreszahlen markieren prägende Ereignisse in der Geschichte der Stadt, wie der His toriker Erhart Dettmering in seinem 2007 erschienenen Buch „Kleine Marburger Stadtgeschichte“ schreibt: Im Jahr 1228 kam die Landgrafenwitwe Elisabeth von Thüringen nach Marburg. 1527 wurde die Marburger Universität durch Philipp, den Großmütigen gegründet. Und im Jahr 1866 wurde Kurhessen durch Preußen annektiert, was eine deutliche Aufwertung und Ausweitung der Philipps-Universität mit sich brachte.

Elisabeths karitatives Wirken als Gründerin eines Hospitals fand bald viele Nachahmer. Immer noch ist Marburg ein soziales Zentrum: So befinden sich hier unter anderem die bundesweit einzigartige Blindenstudienanstalt und das Universitäts-Klinikum auf den Lahnbergen. Die Philipps-Universität sorgt dafür, dass Marburg mehr ist als eine oberhessische Bergstadt mit schönen Fachwerkhäusern. Und auch sportlich hat Marburg einiges zu bieten: So wurden die Basketballerinnen der „Marburg Dolphins“ im Jahr 2003 Deutscher Meister und spielen schon jahrzehntelang in der Damen-Bundesliga.

Seine ersten Erfolge feierte auf Marburger Bühnen der Comedy-Star Martin Schneider, der als „Maddin“ bundesweit bekannt ist. Noch heute kann man ihn oft in Marburger Cafés Cappuccino trinken sehen.

von Manfred Hitzeroth

weiter geht es nächsten Samstag mit Lohra.




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