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Tischtennis bringt Dorf Weltruhm ein

"Unsere Heimat" Folge 10: Angelburg Tischtennis bringt Dorf Weltruhm ein

An der Grenze zujm Lahn-Dill-Kreis liegt die Gemeinde im Gansbachtal nördlich des Schelder Waldes, dessen Nordende der 609 Meter hohe Berg Angelburg bildet.

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Metzgerei Krötz und Gemischtwarenladen Reichel

Angelburg. Die Gemeinde Angelburg ist die drittkleinste im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Kleiner sind nur noch die Gemeinden Wohratal mit vier Ortsteilen im Ostkreis und Münchhausen mit fünf Ortsteilen im Nordkreis. Zu Angelburg gehören die drei Ortsteile Frechenhausen, Lixfeld und Gönnern. Landschaftlich ist die Region geprägt von Bächen, Wäldern, Wiesen, Ackerland und Heide. Die höchste Erhebung ist die Angelburg, von der der Name der Gemeinde abgeleitet wurde. Von dem Berg aus erscheinen die drei Ortsteile, eingebettet in eine landschaftlich reizvolle Gegend, zum Greifen nahe.

Frechenhausen ist der kleinste der Angelburger Ortsteile und hat rund 850 Einwohner. Der Ort liegt im Tal des Gansbachs, der am Berg Angelburg entspringt und in die Perf mündet. Die Umgebung Gönnerns ist hügelig und waldreich. Viehzucht, Forstwirtschaft und steinverarbeitendes Handwerk sowie die Handwerksbetriebe der Metallverarbeitung und des Bauhandwerks bilden den Grundstock der heimischen Wirtschaft. Eine regionalgeschichtliche Besonderheit ist der jährlich im Februar stattfindende Wintermarkt – ein Kram- und ehemaliger Viehmarkt in der Hauptstraße, der Gönnern einst als Marktflecken im Breidenbacher Grund auswies.

Berühmtheit erlangte der Ort durch den Top-Tischtennisspieler und einstigen Weltranglisten- Ersten Timo Boll, der für den Tischtennis-Bundesligist TTV Gönnern international gespielt und zahlreiche Siege errungen hat. Der Provinzverein wurde zwei Mal Champions-League-Sieger. In diesem Jahr gab der Verein aufgrund finanzieller Probleme seine Bundesligalizenz an die TG Hanau ab.

Lixfeld liegt im ältesten Siedlungsgebiet an der oberen Lahn und wurde 1238 erstmals erwähnt. Der Ort war Teil der Territorialherrschaft Wittengestein, der Stammherr des ritterlichen Geschlechts war Eberhard von Lixfeld.

Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich die landwirtschaftlich geprägte Gegend zu einer modernen Gemeinde, in der sich Gewerbe ansiedelte und die als Wohnort beliebt ist. Vielen alten Höfen wurde durch Umbauten neues Leben eingehaucht.

von Silke Pfeifer-Sternke





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Tradition ist Trumpf in Angelburgs Infrastruktur - zumindest was die kulinarische Seite angeht. Die Gastwirtschaft Krötz und der Gemischwarenladen Reichel gehören zum festen Angebot in der Gemeinde.

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