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Mardorf ist nicht gleich Amöneburg

Das Interview Mardorf ist nicht gleich Amöneburg

Ewald Mann (70), Mitglied des Magistrats Amöneburg, lebt in Mardorf.

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OP : Was macht Amöneburg so besonders, dass Sie seit 70 Jahren dort leben?
Ewald Mann : Ich lebe in Mardorf – da muss ein klarer Strich gezogen werden. Ich akzeptiere als Demokrat, dass Mardorf inzwischen zu Amöneburg gehört, aber das war nie mein Wunsch.
OP : Also was ist das Besondere an Mardorf?
Mann : Nichts. Aber es hat alles, was man braucht, um ein schönes und normales Leben zu führen – wenn man kein Großstadtmensch ist. Das Schöne an den fünf Stadtteilen ist, dass es keinen Rummel, keine Hektik und auch kein starkes Verkehrsaufkommen gibt, da wir fernab von Autobahnen leben.
OP : Was schätzen Sie an Amöneburg?
Mann : Die Gastronomie ist gut, außerdem bietet sich den Besuchern einen wunderbarer Blick über das Tal. Für den Fremdenverkehr ist Amöneburg toll.
OP : Was sollten sich Menschen zu Herzen nehmen, die nach Amöneburg ziehen?
Mann : Neubürger sollten versuchen, sich ins Gemeinwesen zu integrieren. Wer aufs Dorf zieht, sollte den Kontakt zu den Nachbarn suchen, in Vereine eintreten und sich am Leben im Ort beteiligen. Die Stadtteile sind schließlich so klein, dass sich die Bewohner größtenteils untereinander kennen.
OP : Was ist Ihr Geheimtipp für Besucher?
Mann : Mardorf hat als einziger Ort weit und breit eine bischöfliche Grabeskirche. Altbischof Eduard Schick setzte sich gegen den Fuldaer Klerus mit dem Wunsch durch, in der Heimat begraben zu werden.

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