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Amöneburg Kleine aber feine Stadt auf dem Berg
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15:19 09.09.2009

Amöneburg. Von Großstadtleben keine Spur: Die Stadt Amöneburg mit ihren vier Stadtteilen ist klein aber fein. Es geht ruhig und beschaulich zu in der rund 5300 Einwohner zählenden Kommune, in der Mardorf und Amöneburg mit je rund 1500 Bewohnern die am stärksten bevölkerten Stadtteile sind. Der dörfliche Charakter ist unverkennbar, aber dennoch bieten die Stadt und ihre Ortsteile alles, was der Mensch zum Leben braucht.

Herausragend ist die Kernstadt Amöneburg: Sie liegt in der Mitte des Amöneburger Beckens auf einem rund 365 Meter hohen Berg und thront über der Region. Neben vielen verwinkelten Gässchen mit zahlreichen Fachwerkhäusern fallen den Besuchern besonders der malerische Marktplatz mit dem historischen Rathaus und zwei weitere Attraktionen ins Auge: die Stiftskirche und die Schlossruine.
Vom höchsten Punkt der Stadt, die sich auf einem Basaltkegel befindet, bietet sich ein unvergleichlicher Blick über das Amöneburger Becken. Von dort aus erkennt man bei klarer Sicht mehr als 30 Orte in der Umgebung. Zugleich eröffnet sich der Blick auf eines der ältesten Naturschutzgebiete Hessens. Die dortige Artenvielfalt wird im Naturschutz-Informations-Zentrum Amöneburg dokumentiert.

Wie die Kernstadt selbst sind auch die vier Stadtteile stark katholisch geprägt. Die Stiftsschule gehört dem Bistum Fulda, dessen Bischof jahrelang der Mardorfer Eduard Schick war. Und auch der jetzige Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, stammt aus dem Amöneburger Stadtteil.

Viele sehenswerte Bauwerke zeugen von der großen Bedeutung des christlichen Glaubens in der Gegend. In Erfurtshausen, mit rund 600 Einwohnern der kleinste Stadtteil, führt ein schmaler Weg zur malerisch gelegenen Mariengrotte am Waldesrand. In Roßdorf gibt es eine mit Stuckornamenten reichlich verzierte Barockkirche. Nicht minder interessant ist die barocke Kirche in Rüdigheim, deren Inneres farbenfroh und hell ist. Für Mardorf trägt die in diesem Jahr endende Dorferneuerung zur Weiterentwicklung des Stadtteils bei, herausragendes Projekt war der Ausbau des „Gemeenshauses“. Sehenswert ist die Wehrkirche mit ihren Wandmalereien.

von Florian Lerchbacher




Nächste Woche geht es weiter mit Biedenkopf.

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