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Zwiespältige Gefühle beim Rückblick

Feuerwehr Roth Zwiespältige Gefühle beim Rückblick

Gerade einmal 45 Minuten benötigte der Feuerwehrverein Roth für seine Jahreshauptversammlung. Und das, obwohl im vergangenen Jahr nicht eben wenig zu tun war.

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Vorsitzender Markus Leinweber (links) und sein Vertreter Sascha Weisbrod (rechts) ehren Sascha Lemmer für 25-jährige Mitgliedschaft in der Rother Feuerwehr.Foto: Andreas Schmidt

Roth. Der Verein mit rund 130 Mitgliedern dient laut Eigenverständnis als eine Art Förderverein einerseits der Unterstützung der Einsatzabteilung und der Personalgewinnung. Außerdem ist er auch Bestandteil des kulturellen Lebens in Roth: So richtet der Verein am Ostersamstag das Osterfeuer aus - auch in diesem Jahr wieder.

Jugendfeuerwehrwart Steffen Kütt berichtete zunächst über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, die derzeit aus sieben Mitgliedern besteht. 100 Stunden absolvierten die Jugendlichen 2011, wobei die eine Hälfte auf die feuerwehrtechnische Ausbildung entfiel, die andere Hälfte aus allgemeiner Jugendarbeit bestand.

Höhepunkte waren unter anderem Übungen am Alten Wehr, die Teilnahme am Aktionstag der Kreisjugendfeuerwehr in Marburg sowie die Abnahme der Leistungsspange in Neustadt. Zudem sorgten die Nachwuchs-Feuerwehrleute für ein Plus in der Jugendkasse, indem sie die Weihnachtsbäume einsammelten und sich an der Jugendsammelwoche beteiligten.

Der Vorsitzende Markus Leinweber berichtete von den Aktivitäten der Einsatzabteilung - und wies vorab auf die widersprüchlichen Gedanken hin, die ihm für das vergangene Jahr in den Sinn kamen. „Zum einen gab es da die Teilnahme am Bezirksentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung. Auf der anderen Seite schießt mir aber auch sofort der Tod unseres aktiven Kameraden Thomas Däuwel durch den Kopf, wenn ich an das Jahr 2011 denke“, sagte Leinweber. Er fügte hinzu: „Ich war stolz, dass so viele Kameraden bei seiner Trauerfeier anwesend waren - wir werden Thomas ein ehrendes Andenken bewahren.“

Die Einsatzabteilung musste im vergangenen Jahr acht Mal ausrücken, wobei die größten Einsätze ein Unfall mit einer eingeklemmten Person, die Deichsicherung beim Hochwasser im Januar und der mutwillig gelegte Strohballenbrand im Feld in Richtung Bellnhausen waren. Perfekt lief es für die Kameraden beim Gemeindepokal am 21. und 22. Mai: Obwohl die Übung laut Leinweber „alles andere als optimal“ verlief, erreichte die Wehr aus Roth den ersten Platz. „Wir waren so perplex, dass wir uns kaum freuen konnten“, so der Wehrführer.

Bei der Kreisleistungsübung in Kirchhain am 29. Mai erreichte die Rother Wehr den dritten Platz und qualifizierte sich für den Bezirksentscheid, der am 18. Juni in Grünberg stattfand. Den schlossen die Kameraden mit dem sechsten Platz ab. Grundstein für die Leistungen waren wohl die 39 Ausbildungs- und Übungsdienste sowie Lehrgänge. Auch am Gemeindeleben nahmen die Kameraden teil: Etwa beim Kindergartenfest, das unter dem Motto „Feuerwehr“ stand, beim Osterfeuer und dem Oktoberfest oder bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Gemeindepartnerschaft mit Wutha. Höhepunkt war aber die Tagesfahrt mit einer Floßfahrt auf dem Main in Lichtenfels.

von Andreas Schmidt

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