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Südkreis Zwei Tage buntes Treiben im kleinen Dorf
Landkreis Südkreis Zwei Tage buntes Treiben im kleinen Dorf
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19:59 07.08.2011
Trotz kleinerer Verluste an Bier: Die Fassanstich-Premiere von Bürgermeister Peter Eidam (mit Hammer) glückte. Die Vorstandsmitglieder Kurt Barth (links) und Willi Michel halfen. Quelle: Stefan Weisbrod

Wenkbach. Wer am Samstagmittag nach Wenkbach kam, der wurde nicht nur von den Händlern an den fast 70 Ständen in der Dorfstraße empfangen, sondern auch von der Sonne. Es schien, als erfülle sich der gemeinsam geäußerte Wunsch des Bundestagsabgeordneten Sören Bartol und des Kreisbeigeordneten Manfred Hoim, die Wettervorhersage möge sich nicht erfüllen. Am späten Nachmittag, glücklicherweise erst kurz vor dem Ende des ersten Markttags, öffnete der Himmel dann doch – wie prophezeit – seine Schleusen. Beim Stimmungsabend wurde es zunächst nicht besser. Dafür ließ sich die Sonne am Sonntag wieder häufiger blicken.

Den Tausenden, die aus dem Landkreis und darüber hinaus den Weg in das 680-Einwohner-Dorf fanden, wurde wie bereits in den Vorjahren viel geboten – so schon bei der Eröffnung, die musikalisch durch die Akkordeon-Orchester „Generation“ und „Factory“ gestaltet wurde. Lobende Worte für das große Engagement der Mitglieder des veranstaltenden Bürger- und Kulturvereins hatten Bartol, Hoim und weitere Vertreter der Politik mitgebracht – wie auch Weimars Bürgermeister Peter Eidam. Erstmals hatte das im vergangenen Jahr gewählte Gemeindeoberhaupt die Schirmherrschaft inne, erstmals eröffnete der Niederweimarer den Wenkbächer Dorfmarkt mit dem traditionellen Fassanstich. Mit einem etwas unterdimensionierten Hammer brauchte er zwar mehr als zwei Dutzend Schläge, letztlich floss das Bier aber doch.

Die 23. Auflage des größten Volksfests im Südkreis ist Geschichte. Petrus hatte ein Einsehen und brachte nur am Samstagabend etwas Regen nach Wenkbach. Die Stimmung unter den Dorfmarkt-Besuchern war bestens.

Höhepunkt am Samstagnachmittag war ein Gaudi-Wettkampf, bei dem vier Dreier-Teams, darunter eine Frauen-Mannschaft, für beste Unterhaltung beim Publikum sorgten. Beim Baumstammsägen, Bierkrugstemmen, Laufen mit extralangen Holzskiern, Fahren mit dem „Feuerstuhl“ – einer Art Dreirad – und dem finalen Alphornblasen schlug sich die Truppe mit Mitgliedern des Ortsbeirats am besten.

Willi Michel, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins, war mit dem Ablauf sehr zufrieden: „Es war ein großer Erfolg.“

von Stefan Weisbrod

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

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