Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Zwei Abende ganz in Schülerhand

Niederwalgern Zwei Abende ganz in Schülerhand

Schon am ersten Peru-Abend reichten die 300 Sitzplätze im Musik- und Kulturhaus nicht aus und die Vorstellung musste auf eine Leinwand in ein anderes Schulgebäude der Gesamtschule Niederwalgern übertragen werden.

Voriger Artikel
Eine ganze Gemeinde ist im „Lotterie-Fieber“
Nächster Artikel
„Weihnachtsmänner“ auf der Wache

Auch die Musiker der Schule, hier die Praxisgruppe Gitarre, waren an den Themenabenden beteiligt.

Niederwalgern. „Beim nächsten Mal werden wir vielleicht drei Abende anbieten“, sagte Schulleiter Dr. Horst Tritschler zufrieden. Denn auch am zweiten Peru-Abend waren die 300 Plätze des Saals voll besetzt. Wie der Name schon verriet, war der Abend dem Sozialprojekt in Peru gewidmet, dass die Schule seit Langem unterstützt.

Alle Punkte des künstlerischen Abendprogramms wurden von Schülerinnen und Schülern gestaltet. Neben der künstlerischen Gestaltung lag auch die Verantwortung für die Technik in ihrer Hand. Am zweiten Abend traten neben dem Schulchor unter der Leitung von Sandra Badouin, der Line-Dance AG der Nachwuchsschulband auch die Praxisgruppen Gitarre, Bläser und Perkussion auf. Für sie alle war es die Premiere auf der Bühne: Nur die Theater-AG und die AG-Schwarzlichttheater traten an beiden Abenden auf.

„Wir wollten allen AGs eine Chance geben, an der Gestaltung der Peru-Abende mitzuwirken, deswegen gibt es für die beiden Abende nur wenige Überschneidungen im Programm“, berichtete Tritschler.

Die Theater-AG stellte mit dem Stück „Straßenkinder“ in eindrucksvoller Weise die ausweglose Situation der Straßenkinder dar und beigeisterte mit ihrer Leistung das Publikum. Das Stück wurde extra für die Veranstaltung geschrieben und zeigt, wie namenlose Kinder auf dem Bahnhof von Lima versuchen zu überleben.

Durch den Abend führten die beiden Schüler Michael Becker und Julian Hettihewa. Schon vor der Pause kündigten sie einen ganz besonderen Programmpunkt an: Um weitere Spenden für das Sozialprojekt in Chosica zu sammeln, fand eine Versteigerung statt. Neben Gutscheine für einen Schnupperkurs im Gleitschirmfliegen konnte unter vielem anderen auch „Babysitten“ und das „Einrichten eines Computers“ ersteigert werden. Die Einnahmen der Versteigerung und des gesamten restlichen Abends waren vollständig für die Menschen in Chosica bestimmt, wie Becker und Hettihewa betonten.

Damit die Gäste des Abends wussten, um was es sich bei dem Projekt handelt, stellte eine ehemalige Lehrerin die Kindertagesstätte in Chosica vor. Sie bildet nur einen Teilbereich der geleisteten Hilfe und ermöglicht es allein erziehenden Müttern, tagsüber arbeiten zu gehen. „Weil es bei vielen Menschen dort an allem fehlt, bauen wir auch viele Häuser, oder kaufen zumindest das notwendige Material zum Bau der Häuser“, berichtete sie. Doch nicht nur die Gäste des Abends sollten erfahren, wo ihre Spenden ankommen. Auch die Menschen in Peru sollten erfahren, wer sie in Niederwalgern unterstützt: Deswegen wurden an dem Abend viele Fotos gemacht.

von Sonja Achenbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr