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Zum ersten Mal Alleinkandidat

Bürgermeisterwahl Zum ersten Mal Alleinkandidat

Andreas Schulz ist Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund. Das mag mittlerweile schon so selbstverständlich sein, dass man Angst haben muss, die Bürger vergessen am 20. Juni die Wahl.

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Andreas Schulz ist seit 1992 Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Quelle: Privatfoto

Ebsdorfergrund. Nun hat auch er es geschafft. Nachdem er sich zweimal erfolgreich gegen Herausforderer durchgesetzt hatte, kann Andreas Schulz der dritten Bürgermeister-Direktwahl in der Geschichte der Gemeinde Ebsdorfergrund gelassen entgegensehen, denn wo kein Herausforderer, da wohl auch keine ausreichende politische Kritik an seiner Amtsführung. „Ja, ich sehe die Alleinkandidatur schon als ein Ergebnis der guten orts- und parteiübergreifenden Zusammenarbeit der letzten Jahre an“, sagt Schulz. Er werde sich aber kaum darauf einlassen, jetzt ein paar Gänge zurückzuschalten. „Das Gegenteil ist der Fall. Ich sehe es nun noch mehr als nachhaltige Verpflichtung an, meine Arbeit so fortzusetzen“, so der Bürgermeister entschieden.

Der Wahlkampf, sofern man in diesem Fall von einem „Kampf“ sprechen will, wird anders ausfallen als vor zwölf und sechs Jahren. „Ich werde beispielsweise auf das Aufhängen von Wahlplakaten verzichten.“ Das so eingesparte Geld will Schulz dennoch gewinnbringend anlegen. Nicht für sich, sondern für die Finanzierung besonderer Projekte über die Konrad Lauer Stiftung. Wenn Schulz vom Wahlkampf spricht, betitelt er ihn gerne als „Bewerbung um eine Vertragsverlängerung“. Diese möchte er direkt von den Bürgern der Gemeinde erhalten, deshalb ist es ihm schon sehr wichtig, dass am Wahlsonntag, 20. Juni, viele Menschen an die Urne gehen, um ihre Stimme abzugeben. Letztendlich haben die Wähler nicht nur Schulz zur Wahl, sie können auch durch ein Nein deutlich machen, dass sie ihn ablehnen.

„Natürlich freut sich ein Bürgermeister, wenn er nicht nur von einer Mehrheit, sondern von einer Mehrheit bei einer guten Wahlbeteiligung im Amt bestätigt wird. „Man möchte schließlich auch eine Legitimation haben“, sagt er. Anfang Juni bietet Schulz auch eine eigene Internet-Seite an. Die OP wird den Wahlkampf aktiv begleiten. Haben Sie liebe Leserin, lieber Leser Fragen an den Bürgermeister-Kandidaten Andreas Schulz, dann teilen Sie sie uns mit und wir werden Sie ihm zur öffentlichen Beantwortung in dieser Zeitung stellen. Alles, was sie dazu machen müssen ist, die Frage, gerne auch mit kurzer Begründung, zu formulieren und an uns zu schicken.

von Götz Schaub

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