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Südkreis „Zukunft“ kommt über den Frauenberg
Landkreis Südkreis „Zukunft“ kommt über den Frauenberg
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19:50 09.11.2010
Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren (links) zeigt Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz, wie filigran Glasfaserkabel aussehen. Quelle: Martina Becker

Frauenberg. Dass der geplante Bau einer Biogasanlage in der Gemeinde Ebsdorfergrund die Initialzündung für das Verlegen einer Erdgasversorgung in den „Grund“ gab, daran erinnerte Norbert Schüren, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg.

Als zukünftiger Gaskonzessionär hat das Unternehmen in diesem Jahr mit dem Verlegen der Leitungen begonnen. Dass dieses 600.000 Euro teure Vorhaben nun noch durch weitere Investitionen ergänzt wird, darüber informierten Schüren und Bürgermeister Andreas Schulz bei einem Treffen auf dem Frauenberg.

„Im ersten Bauabschnitt werden 5,3 Kilometer Rohrleitung in den „Grund“ gelegt. Vom Übergabebereich an der „Cappeler Gleiche“ erfolgt über den Frauenberg und Beltershausen ein „voller Durchstoß“ bis Heskem. Neu ist nun, dass in die offenen Gräben nicht nur Gasrohre, sondern auch Glasfaserkabel oder dafür vorgesehene Leerrohre verlegt werden. Damit investieren die Stadtwerke weitere 100.000 Euro, die als richtungweisende Investition in die Zukunft angesehen werden sollten. „Die Zukunftstechnologie in der Datenübertragung ist ganz klar die leitungsgestützte Verbindung“ betonte Schüren. Es sei daher nur sinnvoll solche Erdarbeiten künftig immer für diesen Technologiesprung zu nutzen, betone der Geschäftsmann.

Datenübertragung ist neben Strom und Gas ein weiterer Geschäftszweig des Unternehmens, „2500 Kunden werden bislang von uns versorgt, wobei unser jährlicher Umsatz dafür in einem siebenstelligen Bereich liegt“, sagte der Geschäftsführer. Er betonte, dass es für die Zukunftsfähigkeit einer ländlichen Region unbedingt wichtig sei, auf eine Breitbandanbindung bauen zu können. „Hier wird Zukunft gebaut“, beschrieb Bürgermeister Andreas Schulz dann auch kurz und knapp die Aktivitäten der Stadtwerke. Er sagte, dass die Gemeinde die Vergabe der Gaskonzession im Vertrauen darauf gemacht habe, dass etwas passiere. Nun könne sich Ebsdorfergrund nicht nur über die Erschließung mit Gas freuen, sondern auch über die nicht selbstverständliche Anbindung an die Breitbandversorgung.

„Wir sind daher sehr dankbar, mit den Stadtwerken einen so kooperativen und guten Partner gefunden zu haben, der auf die Belange der Kommunen eingeht“, dankte Schulz. Zusätzlich eine solche Investitionssumme aufzubringen, sei keine Selbstverständlichkeit.

Die komplette Erschließung sowohl mit Gas als auch mit Glasfaser würde allerdings ein paar Jahre dauern, meinte Schüren. Offen ist auch, wann ein erster Anschluss an diese Leitungen erfolgen kann.

von Martina Becker

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