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Zuammenspiel der Kapellen begeistert

Tag der Feuerwehrmusik Zuammenspiel der Kapellen begeistert

Zum 60-jährigen Bestehen des Fronhäuser Feuerwehr-Spielmannszuges kamen am Kirmeswochenende alle Feuerwehrkapellen des Landkreises und versetzten In einem Sternmarsch zum Festzelt den Ort in Feststimmung.

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Volles Festzelt – und der Platz reichte nur knapp für alle Musiker aus den Feuerwehrkapellen des Landkreises, die die ersten drei Stücke im Zelt gemeinsam spielten.Fotos (3): Martina Koelschtzky

Fronhausen. Punkt 13 Uhr am Sonntagmittag erklangen Flöten, Lyra und Trommeln in den Straßen Fronhausens. Als erstes schwenkte der Spielmannszug Rauschenberg in die Straße zum Bahnhof ein, wo auch das Festzelt stand, aus der Gegenrichtung kamen nur eine Hörweite später die Gastgeber des Fronhäuser Spielmannszuges. 36 Aktive hat die traditionsreiche Kapelle, die beim Kreiswertungsspiel in Leidenhofen die Goldmedaille errang und sogar eine eigene Schallplatte aufgenommen hat.

Auf ihrem Marsch zum Festzelt folgten ihnen die Feuerwehr-Blasorchester aus Marburg und Kirchhain, die sich für diesen Tag zusammengetan hatten, um auf die nötige Klangfülle zu kommen. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Weidenhausen und das Feuerwehr-Blasorchester Mardorf vervollständigten den Aufzug. Auf dem Fuße folgte den Kapellen der Kreisbrandinspektor Lars Schäfer mit Uwe Segendorf und Alexander Schweie vom Kreisfeuerwehrverband sowie Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber und der für die Feuerwehr zuständige erste Beigeordnete Lothar Mücke.

Im Festzelt der Burschenkirmes beim Bahnhof angekommen, bildeten die sechs Kapellen gemeinsam ein furioses Ensemble und erfreuten die Besucher mit drei gemeinsamen Stücken. Bei „Highland Cathedral“ hielt es die Gäste im vollen Zelt nicht mehr auf den Bänken, alle klatschten und jubelten dem Großorchester zu.

„Zusammen spielen wir nur einmal im Jahr“, berichtete Steffen Karber, der in Weidenhausen den Stab führt. „Aber wir spielen oft ähnliche Sachen, so dass wir die drei gemeinsamen Stücke per E-Mail verabreden konnten.“

Inmitten der weit über hundert Feuerwehrmusikanten begrüßte Reinhold Weber die Gäste zum 60. Jubiläum der Fronhäuser Wehr und dankte den Gastkapellen für dieses „Geburtstagsgeschenk“ ihres Mitwirkens. Der Spielmannszug gehöre zu Fronhausen und seiner Identität und sei auch von den örtlichen Festen nicht wegzudenken, sagte Weber.

Vor allem lobte er, dass es der engagierten Kapelle immer wieder gelinge, auch junge Leute zum Mitmachen zu begeistern. Abschließend dankte er auch der Burschenschaft Fronhausen, die dieses Geburtstagsfest im Zusammenhang mit ihrer Kirmes möglich gemacht hätten.

Anschließend hieß es „Rauschenberg bleibt, die anderen wegtreten zum Wasserfassen“: Nun spielten die einzelnen Kapellen auf der Bühne Stücke aus ihrem Repertoire und sorgten für beste Stimmung im Zelt.

Sehr zufrieden mit dem Tag der Feuerwehrmusik zeigte sich auch der stellvertretende Vorsitzende der Fronhäuser Burschenschaft, Andreas Junk. Er freute sich über das bis auf den letzten Platz besetzte Festzelt, was an den Kirmes-Sonntagen schon eine Ausnahme sei, wie er berichtete. Die Burschenschaft organisiert die Kirmes nach seiner Schätzung schon seit 62 Jahren, aber ein Jubiläum habe man nicht feiern können, da man das genaue Datum der ersten Burschenkirmes nicht gewusst habe, bedauerte er.

Die Idee, das Fest in diesem Jahr gemeinsam mit der Feuerwehr-Kapelle zu feiern, sei bei der 850-Jahr-Feier in Fronhausen entstanden, berichtete der Leiter des Spielmannszuges, Martin Kraft. Auch er freute sich über die reibungslose Organisation und das gelungene Fest.

Im Anschluss an die Grußworte von Kreisbrandinspektor Schäfer, Ludwig Wege für den Landrat sowie Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel wurden viele Fronhäuser Musikanten geehrt.

von Martina Koelschtzky

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