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Ziel ist „konsequente Konsolidierung“

Fronhausen Ziel ist „konsequente Konsolidierung“

Die größten Investitionsposten sind festgezurrt: Erschließung des Gewerbegebiets Kammäcker-Biegen, Sicherstellung der Löschwasserversorgung und der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Sichertshausen.

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Der Umbau ist voll im Gange. Werner Naumann bei Bauarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus in Sichertshausen.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. „Nur wenn wir die Finanzwirtschaft im Griff behalten beziehungsweise wieder in den Griff bekommen und im Sinne einer nachhaltigen Haushaltswirtschaft arbeiten, nur dann werden wir Stabilität in diesen doch sehr bewegten Zeiten auch weiterhin vermitteln können“, sagte Reinhold Weber (Foto unten) am Donnerstagabend den Fronhäuser Gemeindevertretern als er den Haushalt 2012 vorstellte.

Die Marschrichtung ist deutlich: „Unsern Gemeindehaushalt dauerhaft und nachhaltig auszugleichen muss das finanzwirtschaftliche Ziel für die nächsten Jahre sein.“ Ihm sei dabei durchaus bewusst, dass bei einer „konsequenten Konsolidierung“ erneut Entscheidungen gefällt werden müssen, die nicht allen Bürgern schmecken, doch gebe es dazu keine Alternative.

Gerade bei den Gebührenhaushalten sei es notwendig, die Deckungsgrade zu erhöhen. Im Bestattungswesen wurde der Deckungsgrad stufenweise erhöht. Für 2012 wird mit einem Deckungsgrad von mehr als 70 Prozent kalkuliert. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B werden auch erhöht.

Bei der Grundsteuer A, relevant für landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Betriebe, steigt der Hebesatz um satte 30 Prozent von 320 auf 350. Doch Weber beschwichtigt. Was zunächst sehr dramatisch klingt, ist am Ende eine fast zu vernachlässigende Mehreinnahme von genau 500 Euro.

Nicht mehr und nicht weniger. Bei der Grundsteuer B, die von Grundstücks- und Hausbesitzern zu zahlen ist, sieht es schon etwas anders aus. Die 15-prozentige Erhöhung der Hebesätze von 285 auf 300 Prozent spült immerhin Mehreinnahmen von rund 21.000 Euro in die Gemeindekasse. Damit wird nun das Wohnen in Fronhausen nicht gerade sündhaft teuer, in Marburg beispielsweise liegen die Hebesätze bei 330 Prozent.

Weiterhin fügt Weber natürlich nicht erfreut darüber eine weitere Strophe zum nicht enden wollenden Lied von der verschluckten Schlüsselzuweisung des Landes hinzu. Will heißen, selbst eine verbesserte Schlüsselzuweisung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 721 470 Euro wird durch eine ebenfalls erhöhte Kreis- und Schulumlage plus der neuen Kompensationsumlage nicht nur gnadenlos verschluckt, unter dem Strich steht sogar ein Saldo von minus 1,038 Millionen Euro.

Kein Wunder also, dass der Haushalt 2012 erneut als unausgeglichen eingebracht werden musste. Diese Tatsache führt dazu, dass auch das Haushaltskonsolidierungskonzept fortgeschrieben werden muss.

von Götz Schaub

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