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Ziel: Weniger Busse auf der Bergstraße

Schulbusverkehr Fronhausen Ziel: Weniger Busse auf der Bergstraße

Die Bergstraße in Fronhausen wurde gerade umfassend erneuert. Da sie jedoch Zubringerstraße zur Grundschule ist, fürchten Anlieger, dass sie gleich wieder großen Belastungen ausgesetzt wird. Daher soll nun der Busverkehr neu organisiert werden. Ende des Jahres könnte es einen Fahrplanwechsel geben.

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Die Bergstraße in Fronhausen. So lange sie noch in diesem Zustand war, fuhren dort alle Schulbusse aus der Region hoch zur Grundschule. Das soll sich jetzt nach der Sanierung ändern.

Quelle: Tobias Hirsch

Fronhausen. Auslöser der Debatte über den Schulbusverkehr zur Grundschule Fronhausen war die umfassende Erneuerung der Bergstraße. Anlieger möchten sichergestellt wissen, dass die Straße, die mit „ihrem Geld“, sprich Anliegergebühren finanziert wurde, nicht gleich wieder großen Belastungen ausgesetzt wird. Eltern auswärtiger Kinder wollen sichergestellt wissen, dass ihre Kinder über den öffentlichen Nahverkehr pünktlich und verlässlich zur Schule gebracht werden. Zwei Standpunkte, die es jetzt irgendwie zusammenzubringen gilt.

Dazu wurde im Mai ein „Runder Tisch“ einberufen. Und zwar einer, an dem Meinungen dargestellt werden konnten, aber auch Vorgaben transportiert wurden. Entsprechend groß war die Besetzung mit Interessensvertretern und Entscheidungsträgern.

Lösung erst nach Beginn des neuen Schuljahrs

Die Gemeinde, der Landkreis, inklusive mit Vertretern des ­Regionalen Verkehrsverbandes, das zuständige Busunternehmen und das staatliche Schulamt waren ebenso vertreten wie die Grundschule mit ihrer­ ­Leitung und Schulelternbeiratsmitgliedern. Zudem waren auch zahlreiche Anlieger der Bergstraße dabei. Die Bergstraße ist schließlich nach wie vor die ­Zubringerstraße zur Schule. Fronhausens Bürgermeisterin Claudia Schnabel ist es wichtig darauf zu verweisen, dass das Treffen ohne fertige Vorgaben stattfand und zunächst einmal die einzelnen Interessen in den Mittelpunkt gerückt wurden, um dann eine für alle Beteiligten erträgliche Konsenslösung zu erarbeiten.

Und wann ist die spruchreif? Jetzt noch nicht, sagt Bürgermeisterin Claudia Schnabel. Es werde von allen Seiten an der Lösung gearbeitet, aber es sei auch sicher, dass sie keinesfalls schon mit dem Beginn des neuen Schuljahrs greifen kann.

Veränderungen nur zum Fahrplanwechsel möglich

Das hängt damit zusammen, dass massive Änderungen im Busfahrplan erst zum regulären Fahrplanwechsel zum Ende des Jahres greifen können, schließlich müssen die Veränderungen ja auch irgendwie in den Gesamtplan passen. Und zu Veränderungen wird es wohl kommen müssen, wenn man nicht mehr so viele Busse wie bisher bis zur Schule fahren lassen möchte. Die Frage ist nun, ob sich im Schulverkehr Routen verändern lassen oder die Busse so fahren, dass die Kinder relativ zeitgleich an einen zentralen Ort gebracht werden, von dem aus sie alle zusammen zur Schule gebracht werden können.

Dieser Ort könnte das Umfeld des Fronhäuser Bürgerhauses sein. Von dort aus könnten dann alle Kinder zusammen mit dem minimalsten Einsatz von Bussen zur Schule gefahren werden. Diese Idee mit dem zentralen Ort klingt zunächst sehr einfach, ist aber auch etwas kompliziert. Schließlich müsste­ das dann auch für die Abfahrt gewährleistet sein. Will man tatsächlich einen minimalen Busverkehr hoch zur Schule und umgekehrt erreichen, müssten die Buseinsätze und die Stundenpläne der einzelnen Klassen der Grundschule gut aufeinander abgestimmt werden.
Die Lösung ist aber auch ­davon abhängig, welche rechtlichen Vorgaben bei der Schülerbeförderung zu berücksichtigen sind. Das werde derzeit abgecheckt.

Künftig Fußweg ab Bürgerhaus?

Es gibt auch Stimmen, die es durchaus für zumutbar halten, dass die Kinder künftig ab Bürgerhaus den Rest zu Fuß bewältigen, zumal Kinder aus Fronhausen durchaus ähnlich weite Strecken zu bewältigen haben.
Es sind aber nicht nur die Busse, die die Anwohner nicht mehr in der bisherigen Form auf „ihrer“ Straße haben wollen. Im zunehmenden Maße seien­ dort auch „Elterntaxis“ unterwegs, die, so vermuten die Anwohner, auf der ausgebauten Straße durchaus flott unterwegs sein könnten.

Von daher solle auch gleich über verkehrsberuhigende Projekte nicht nur in der Bergstraße, sondern auch in der Straße „Stollberg“ nachgedacht werden. Die Gemeinde Fronhausen wird sich auch hier Rechtsauskunft einholen, was von ihrer Seite aus möglich ist. Unabhängig vom Ergebnis der Prüfung, werde die Gemeinde verstärkt Überwachungen des fließenden, aber auch des ruhenden Verkehrs im Bereich Bergstraße veranlassen.
Die Ergebnisse der Prüfungen­ werden dann in die weitere Diskussion zu einer Entscheidungsfindung einfließen.

von Götz Schaub

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