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Zauberei und Hip-Hop für die Opfer

Leidenhofen Zauberei und Hip-Hop für die Opfer

Ein volles Bürgerhaus Leidenhofen erwarten Yvonne und Julia Martin am 27. Februar, wenn dort ein Benefizabend zugunsten der Erdbebenopfer von Haiti stattfindet.

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Mehmet Durmaz (Mitte) ist Vizeweltmeister im Hip-Hop-Tanz. Er wird bei der Benefizveranstaltung auftreten.

Quelle: Uwe Brock

Leidenhofen . Die beiden jungen Frauen aus Leidenhofen konnten angesichts der Bilder aus Haiti einfach nicht untätig bleiben. Sie wollten nicht nur persönlich etwas für die Opfer des Bebens vom 12. Januar tun, sondern auch im Ort zum Mitmachen anregen. Yvonne und Julia Martin trommelten deswegen die Vereinsgemeinschaft in ihrem Heimatort zusammen – und stellten gemeinsam mit den elf ortsansässigen Vereinen einen Benefizabend auf die Beine.

Der Eintritt zu diesem Abend ist frei; die Organisatoren bitten aber um eine kurze Mitteilung von jenen, die gerne einen Sitzplatz reservieren möchten.

Denn immerhin dauert die Veranstaltung mehrere Stunden und soll den Geschmack von Jung und Alt gleichermaßen treffen. „Wir stellen uns einen Abend vor, bei dem die gesamte Familie auf ihre Kosten kommt“, sagt Yvonne Martin.

Einige der Programmpunkte für den 27. Februar stehen schon fest: Gegen 17.30 Uhr tritt der Zauberer Rodini mit seinem etwa 45-minütigen Programm auf. Rodini ist seit weit mehr als einem Jahrzehnt eine feste Größe in der Szene der Illusionisten – nicht nur im Landkreis. Durch zahlreiche Auftritte hat er sich einen Namen im Landkreis gemacht. „Wir wollten einen Programmpunkt haben, der die jüngeren Besucher besonders anspricht“, sagt Yvonne Martin.

Unter Garantie wird Mehmet Durmaz das Publikum ansprechen. Der 17-jährige Hip-Hop-Star aus Stadtallendorf ist in seiner noch jungen Karriere schon viel herumgekommen; unter anderem ist er der amtierende Vizeweltmeister. Seine Auftritte im Landkreis begeistern in schöner Regelmäßigkeit die Massen; keine Halle, kein Saal, in dem Mehmet Durmaz nicht begeisterte Zuschauer hinterlassen hätte.

Weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt sind „Für immer“. Die Gruppe aus dem Ebsdorfergrund wurde noch unter ihrem früheren Namen „Ungestimmt“ als Vorgruppe von „Silbermond“ berühmt. Die vier Schüler aus Ebsdorfergrund im Alter von 14 bis 19 Jahren haben eine beachtliche Fangemeinde, Kritiker schätzen an „Für immer“ ihr beachtliches Repertoire, das aus eigenen Stücken mit deutschen Texten und Tiefgang besteht.

Für beste Stimmung wird auch die Tanzgarde der Afföllergemeinde Marburg sorgen, die zehn Tage nach Aschermittwoch wieder ausreichend bei Puste sein dürften, um das Publikum mitzureißen.

„Wir wollen aber nicht nur miteinander Spaß haben, sondern auch Informationen über die Katastrophe auf Haiti rüberbringen“, kündigt Yvonne Martin an. Die Veranstalter feilen noch an weiteren Programmpunkten, auch an eine Tombola ist gedacht.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei; die beteiligten Künstler verzichten auf ihre Gage. Der Reinerlös soll ohne Abzug auf das Sonderkonto des DRK Marburg überwiesen werden.

Damit der möglichst hoch wird, haben die Veranstalter bereits jetzt eine Reihe von Sponsoren gefunden, die die Benefizgala mit Geld- und Sachspenden unterstützen: Es sind bisher die Pandea GmbH in Mölln, die Metzgerei Stolle in Oberasphe, die Metzgerei Kutsch in Ebsdorf, Thomas Listner Immobilien in Dreihausen, Aldis Biergarten in Marburg, Vermögensberatung Reinhardt in Leidenhofen, Friseursalon Mank und Getränke-Brusius in Cappel.

von Till Conrad

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