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Südkreis „Wutrede“ hat Absage zur Folge
Landkreis Südkreis „Wutrede“ hat Absage zur Folge
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19:58 22.08.2011
Landrat Robert Fischbach (links) sagte wegen einer „vergifteten Atmosphäre“ den Gemeindebesuch in Rauschenberg und bei dessen Bürgermeister Manfred Barth ab. Quelle: Tobias Hirsch

Rauschenberg. „Es hätte so schön werden können: Wir besuchen Projekte, bei denen Stadt und Kreis gut zusammengearbeitet haben, freuen uns und klopfen uns gegenseitig auf die Schulter“, sagt Bürgermeister Manfred Barth über den Besuch des Landrats, der am Dienstag auf dem Programm gestanden hatte.

Am Montag jedoch kam die Absage aus dem Landratsamt. „Grund dafür sind öffentliche und schriftliche Vorwürfe des Bürgermeisters in Richtung Landratsamt, die einen sachlichen und informativen Besuch der Stadt momentan nicht möglich erscheinen lassen“, heißt es in dem Schreiben. Barth gegenüber hatte Robert Fischbach die Absage telefonisch erklärt. „Das fand ich gut“, kommentiert der Bürgermeister.

Das war es dann aber auch schon an Dingen, die jemand gut fand. Es sei nicht der richtige Weg, öffentlich Vorwürfe gegen den Landkreis zu erheben, wenn man selbst deutlich in der Bringschuld sei, hatte der Landrat mitgeteilt. Er monierte eine „vergiftetete Atmosphäre“ durch „unhaltbare schriftliche und mündliche Anschuldigungen in den letzten Tagen“. Details wollte Kreissprecher Markus Morr nicht nennen. Das übernahm dann allerdings Barth: Ein Grund für die Absage sei ein OP-Bericht über eine Ansprache im Haupt- und Finanzausschuss gewesen, in der er Kritik an den Revisoren des Landkreises geübt hatte: „Dies als Wutrede zu bezeichnen, ist übertrieben. Wenn ich wütend bin, klingt das ganz anders.“

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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