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Wittelsberg feiert wie lange nicht mehr

Feuerwehr-Jubiläum Wittelsberg feiert wie lange nicht mehr

Die Kombination aus Public Viewing, Rockkonzert und Oldtimerausstellung kam am Samstag und Sonntag in Wittelsberg gut an. Gefeiert wurde das 100-jährige Bestehen der alten Saug-Druckspritze.

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Die Wittelsberger Feuerwehr führte den Oldtimerzug durchs Dorf mit ihrem historischen Gerät an. Ehrungen: (von links) Wilfried Kling, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, Norbert Claar, Bürgermeister Andreas Schulz, Reinhard Wilhelm, Gerhard Staubitz, Herber

Wittelsberg. Es war ein imposanter Auftakt am Sonntagmorgen. Knapp dreißig Zugnummern umfasste der Umzug durchs Dorf. Von Pferden und alten Traktoren gezogen oder motorisiert, präsentierten Feuerwehren aus der ganzen Region der interessierten Bevölkerung ihre Oldtimer. Einer der fünfzehn beteiligten Vereine hatte sogar die Anreise aus Nordrhein-Westfalen nicht gescheut, und so mancher Aussteller präsentierte gleich mehrere Exponate - der Modellbauclub Moischt war mit zehn Modellen vertreten.

Nach dem Umzug durchs Dorf wurden die Feuerwehroldies in der Straße „Zum Sportplatz“ aufgereiht. Diese Ausstellung zum Anfassen habe sich über den Tag einer unerwarteten Resonanz erfreut, erzählte der Vorsitzende Gerhard Staubitz. Über 600 Menschen zählte man am Sonntag auf dem Festplatz, sprich bei der Ausstellung. Begrüßt wurde auch ein Pärchen aus dem Münsterland, nahe der holländischen Grenze. Sie hatten im Internet von der Veranstaltung gelesen und sich auf den Weg gemacht, um einige Fotos alter Feuerwehrfahrzeugen zu machen. Für die weiteste Anreise zum Fest nach Wittelsberg wurde ihnen ein Präsent sowie Broschüren von der Gemeinde Ebsdorfergrund überreicht. Auch die Kinder hatten ihren Spaß - sie durften in die historischen Fahrzeuge einsteigen und sich alles genau anschauen. Das Spritzengewinnspiel, bei dem es darum ging, das Gewicht der Jubiläumsspritze zu schätzen, kam ebenfalls gut an. Den zehn besten Schätzern winkte ein Gewinn.

„Dieses Fest ist eine tolle Idee“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz beim Kommers am Sonntagmorgen. Sie stammte von dem 91-jährigen Ehrenvorsitzenden Ludwig Ebinger. Er hatte den Verein 40 Jahre geführt und die alte Spritze noch im Einsatz erlebt. Schulz betonte, dass den Feuerwehrkameraden großes Lob gebühre, weil sie sich damals wie heute in den Dienst ihrer Mitmenschen stellten.

Begonnen hatte das Fest mit rund 250 Besuchern beim Public Viewing auf dem Festplatz. Der Sieg der Deutschen wurde mit Musik der Miller-Brazzmann-Band kräftig gefeiert. Ein solches Fest, das am Sonntag von Schlager, Oldies und Volksmusik der Ohmtalvagabunden untermalt wurde, habe Wittelsberg lange nicht gefeiert, so die Rückmeldung aus dem Dorf an die Veranstalter.

Ehrungen: Die Wehr zeichnete während des Festes langjährige Mitglieder aus. Für 25 Jahre: Norbert Claar, Dieter Günther, Herbert Wagner, Reinhard Wilhelm. Für 40 Jahre: Erich Bingel, Heinrich Schwick, Konrad Kaiser, Wilfried Kling, Wilfried Kuhl. Ehrenmitglieder wurden: Rolf Otto und Heinz Honig.

von Martina Becker

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