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Südkreis „Wie ein Sechser im Lotto“
Landkreis Südkreis „Wie ein Sechser im Lotto“
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13:09 26.06.2010

Heskem. Die kurz vor dem Bau befindliche Biogasanlage bei Heskem benötigt für einen reibungslosen Betrieb auch Wasser. Zum einen als Trinkwasser und als Prozesswasser, das zum Spülen / Reinigen von Aggregaten und Bauteilen der Biogasanlage, oder für die Aufbereitung des Rohbiogases zu Biomethan benötigt wird.

„Diese Menge liegt in etwa bei 200 Litern pro Stunde beziehungsweise bei 4,5 Kubikmetern pro Tag“, erklärte Timo Schindler, Vertreter der Projektentwicklungsgesellschaft Altus AG aus Karlsruhe gestern gegenüber der OP am mittlerweile fertiggestellten Brunnen für die Anlage. Ob diese Zahl erreicht werden würde, war vor den Bohrungen mehr als ungewiss.

Aufgrund der Daten vom Landesamt für Geologie und Umwelt habe es geheißen, dass man im Glücksfall ein Wasservorkommen in der Größe von 8 bis 10 Kubikmetern pro Tag finden könnte, erzählte der beauftragte Brunneningenieur Axel Gerke von der Firma Ivers Brunnenbau GmbH aus Österrönfeld.

„Altus hatte schon Angst, dass wir überhaupt nicht fündig werden“, erzählte Gerke. Laut Prognosen sollten es schwierige Bohrungen überwiegend in Festgestein werden. Dann gab es eine große Überraschung. Bei der Bohrung bis in 74 Meter Tiefe, bei der Gesteinsschichten wie Basalt und Sandstein passiert wurden, ist man auf einen in Sand eingeschlossenen See gestoßen. Dieser hätte nach bisherigem geologischen Wissen an dieser Stelle nicht gefunden werden können.

Nach einem Langzeitpumpenversuch steht fest, dass hier 8 bis 10 Kubikmeter Wasser pro Stunde gefördert werden können. „Das ist wie ein Sechser im Lotto“, sagte Gerke. Der Experte schätzte sogar, dass das Vorkommen selbst bei der doppelter bis dreifachen Leistung noch nicht am Ende sei. Ein Dorf wie Heskem mitzuversorgen, wäre bei diesem Vorkommen kein Problem, so Gerke.

von Martina Becker

Mehr lesen Sie in der Samstagsausgabe der OP.

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