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Südkreis Wer den VfL Dreihausen künftig führt, ist ungewiss
Landkreis Südkreis Wer den VfL Dreihausen künftig führt, ist ungewiss
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20:51 21.07.2010
Otmar Weber (links) ehrte langjährige Mitglieder: Helmut Koch (sitzend) und Heinrich Bier unterstützen seit einem halben Jahrhundert den VfL 09 Dreihausen. Quelle: Martina Becker

Dreihausen. „Wer führt ab dem nächsten Jahr den Verein?“ Diese Frage kam am Ende der Versammlung auf den Tisch. So wie es aussieht, wird sie den VfL auch noch eine ganze Weile beschäftigen.

Im Januar 2011 will Otmar Weber definitiv seine Ära als Vorsitzender des VfL 09 Dreihausen beenden. Dann ist der mittlerweile 70-Jährige seit nahezu zwanzig Jahren in diesem Amt. Schon im Jahr 2007 wollte Weber nicht mehr kandidieren, ließ sich aber noch einmal überreden. Als am Freitagabend darauf die Rede kam, herrschte Schweigen.

Jugendleiter Jochen Dietrich sagte, dass er in dieser Frage ziemlich am Ende seines Lateins sei. Die Gründung eines Gremiums, das sich um ein Vorankommen in dieser Frage bemühen sollte, war zuvor gescheitert. Vorschläge und Ideen brachte auch die Versammlung nicht. Dass das Interesse an administrativen Aufgaben und Tätigkeiten am Sportgelände nicht wirklich groß ist, wurde schon im Verlauf der Versammlung deutlich. Als Weber händeringend für den nächsten Tag nach Helfern suchte, war die Resonanz ernüchternd.

Diese wurden gebraucht, um auf dem zukünftigen Mehrzweckplatz, den der VfL als Trainingsgelände mitnutzen will (die OP berichtete), Kabel für die Flutlichtanlage zu verlegen. Auch, dass dies dringliche Aufgaben waren, die aufgrund nachfolgender Arbeiten am Platz nicht verschoben werden konnten, beeindruckte nicht.

„Durch den sportlichen Erfolg ist die Resonanz im Verein nicht gewachsen“ und „Thomas Lorch (Beisitzer) und ich sind die Deppen und bekommen obendrein noch einen frechen Mund angehangen“, bedauerte Weber.

Dass sportlich alles „top“ ist, belegte die Bilanz der abgelaufenen Spielsaison. Dreihausen ist nach fünf Jahren Wartezeit von der B-Liga in die Kreisliga A Marburg aufgestiegen. Das Schöne an diesem Erfolg sei, dass er in der Hauptsache durch die „eigene, jahrelange und konsequente“ Jugendarbeit gelungen war, meinte Weber.

von Martina Becker

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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