Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Wenkbacher fordern eine 80er-Zone

B255 Wenkbacher fordern eine 80er-Zone

Kaum ist sie da, schon gibt es Kritik an der Ortsumgehung. In der jüngsten Wenkbacher Ortsbeiratssitzung bemängelte Ortsvorsteher Heijo Hoß, dass es im Einmündungsbereich keine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt.

Voriger Artikel
85 Prozent der Bürger antworten
Nächster Artikel
Wer sich Zeit nimmt, wird viel entdecken

Die Bundesstraße 255 beim Abzweig nach Wenkbach. Der Ortsbeirat hätte an dieser Stelle gern ein Tempolimit, damit dort auffahrenden Fahrzeugen das Einfädeln leichter gemacht wird.Foto: Michael Agricola

Wenkbach. Die Mitglieder formulierten einen entsprechenden Antrag. Auf der neuen Trasse der jüngst eröffneten Bundesstraße 255 ist die Einmündung von der L 3093, die den Verkehr aus Wenkbach und Niederwalgern zubringt, nicht durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung geregelt. Bei den meisten Auffahrten dieser Art besteht das Tempolimit 80.

Dies führe für die auffahrenden Verkehrsteilnehmer zu Schwierigkeiten beim Einfädeln, lange Rückstaus seien die Folge, so Ortsvorsteher Heijo Hoß. Außerdem erhöhe sich die Unfallgefahr. Einen ersten Auffahrunfall habe es bereits gegeben, hieß es aus dem Ortsbeirat.

Kurios sei die fehlende Beschilderung, da die Pfosten für die Schilder bereits stehen, die Schilder schon hingen, aber kurz vor Eröffnung der Bundesstraße wieder abgeschraubt wurden.

Der Ortsbeirat verabschiedete also den Antrag, die Tempo-80­Schilder auf der B 255 im Bereich der Einmündung der L 3093 an den bereits vorhandenen Pfosten wieder anzubringen und so eine 80er-Zone einzurichten. Diese Zone soll, so wird beantragt, auch durch Verkehrskontrollen überwacht werden.

Auf Anfrage der OP bestätigte Willi Kunze von Hessen mobil den Sachverhalt weitgehend. In der Tat habe es zunächst Planungen gegeben, an dieser Einmündung - wie im Landkreis bislang üblich - eine Tempobeschränkung auf 80 km/h vorzusehen. Allerdings seien die Behörden inzwischen angehalten, dies nur noch in besonderen Fällen zu tun. Da an dieser Stelle gute Sichtverhältnisse herrschten und die Kreuzung nach aktuellen Richtlinien ausgebaut worden sei, habe man sich letztlich doch gegen die Beschilderung entschieden, so Kunze. Zuständig für die Entscheidung über die Beschilderung ist die Straßenverkehrsbehörde des Kreises. Dort verweist man darauf, dass „aufgrund des Ausbauzustandes - Beschleunigungsspur, Abbiegespur, Einsehbarkeit - an dieser Stelle kein Tempolimit erforderlich sei.

Kreis: Verkehrssituation wird weiter beobachtet

Die Verkehrssituation werde aber auch an dieser Stelle beobachtet und regelmäßig neu bewertet, so Kreissprecher Stephan Schienbein weiter. Und: „Sollte es erforderlich sein, wird ein Tempolimit erneut geprüft.“

Des Weiteren wird nach Oberweimar Wenkbach als zweite Weimarer Gemeinde Hundetoiletten bekommen. Drei Stück werden ab Frühjahr 2013 im Dorf zu finden sein, bei einer davon soll der perfekte Standort noch ausgetestet werden.

Die Sanierungsarbeiten am Bürgerhaus, insbesondere die der Toiletten, werden nicht vor Mitte nächsten Jahres in Angriff genommen. Für die dringende Erneuerung der Heizungsanlage fehlen die Gelder. Da sie aber eher früher als später ihren Dienst versagen werde, werde es vermutlich kurzfristig noch teurer, so Hoß.

Darüber hinaus regte er die Versammelten dazu an, darüber nachdenken, wie man den Kreisel vor dem Ortseingang schöner und attraktiver gestalten könnte. Er sei eine Art Aushängeschild, könne den Ort präsentieren und sollte auch dementsprechend attraktiv gestaltet werden. Dabei geben es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel dass Wenkbacher Gewerbebetreibende eine Patenschaft übernehmen oder man gemeinsam ein Symbol wählt (im Raum stand ein Reißverschluss mit einer Brezel oben drauf), das den Ort repräsentiert. Bis zur kommenden Sitzung des Ortsbeirates sollen Vorschläge erdacht werden, um sie dann zu sammeln.

von Kristina Gerstenmaier

und Michael Agricola

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr