Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Südkreis Weltrekordversuch im Wiederbeleben
Landkreis Südkreis Weltrekordversuch im Wiederbeleben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:22 01.09.2011
Michaela Daum (von links), Gudrun Zimmermann und Sandra Rahn freuen sich auf den Aktionstag in Heskem. Quelle: Götz Schaub

Ebsdorfergrund. Ab Donnerstag, 1. September, versucht eine Gruppe der Malteser, den Weltrekord im Dauer-Reanimieren zu knacken. Im Klartext: Herz-Lungen-Massage und Beatmung an der Übungspuppe, 40 Stunden lang. Erst im April war der derzeitige Weltrekord in Ungarn aufgestellt worden. Dort waren es 36 Stunden.

Um pünktlich um 15 Uhr am Erste-Hilfe-Aktionstag im Dorfgemeinschaftshaus Heskem den neuen Rekord vermelden zu können, fängt das Team bereits am Donnerstag um 23 Uhr an. An zwei Puppen wird im Wechsel reanimiert. Das ganze wird von einer Kamera festgehalten

Wie es zu dieser "lebensrettenden" Aktion kam, zeigt der Rückblick: Vor seiner Wiederwahl als Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund hatte Andreas Schulz verschiedene Fragen der OP beantwortet. Manche bezogen sich auf seine Politik, andere auf seine Person. Eine Frage zielte darauf ab, ob er im Notfall im Büro Erste Hilfe leisten könne. Schulz antwortete ehrlich, dass ihn diese Frage nachdenklich gemacht habe und er sicher eine Auffrischung der Kenntnisse benötige.

Daran erinnerte sich Gudrun Zimmermann, die die Dienststellenleitung des Marburger Malteser Hilfsdienstes inne hat. Sie kontaktierte Schulz und so entstand die Idee, allen Bürgern insbesondere auch den Kindern einen Info- und Erlebnis-Tag rund um die Erste Hilfe in Ebsdorfergrund zu bieten. Dieser findet nun am Samstag, 3. September, ab 12 Uhr im und am Dorfgemeinschaftshaus Heskem statt.

Es gibt viele Info-Stände etwa zur Ausbildung in der Kranken- und Altenpflege, den Hausnotruf, Menüservice, Palliativpflegedienst und Hospizarbeit. Unter anderem wird auch von der Sanitätsgruppe der Malteser Marburg ein Notfall simuliert und eine realistische Rettung im Gelände vorgeführt. Die AOK wird mit der schon berühmten Rauschbrille vor Ort sein. Eine solche Brille simuliert die Beeinträchtigung durch Alkohol oder andere das Gehirn beeinflussende Substanzen.

Die Besucher des Aktionstages, die mit dem Auto kommen, können dieses auf dem Parkplatz an der Gesamtschule und am GrundBad abstellen.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP.

Anzeige