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Webers Informant bleibt geheim

Windkraft in Fronhausen Webers Informant bleibt geheim

Nach umfangreichen Vorprüfungen bietet sich für die Gemeinde Fronhausen in Sachen Windkraft nur ein gemeindeeigener Standort für entsprechende Anlagen an.

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Südlich von Fronhausen an der Grenze zur Nachbarkommune Lollar besitzt die Gemeinde ein Grundstück auf dem Windkraftanlagen entstehen könnten.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. Ob es auf dem Gebiet der Gemeinde Fronhausen jemals Windräder geben wird, vermag zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand definitiv zu sagen. Während der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Umwelt und des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend im Bürgerhaus Fronhausen machten die Mitglieder deutlich, dass sie es begrüßen würden, wenn Fronhausen auch einen solchen Beitrag zur Energiewende leisten würde.

Bürgermeister Reinhold Weber (Bürger für Fronhausen) stellte vor, dass nach diversen Vorprüfungen konkret nur zwei Standorte in Frage kommen, über die weiter nachgedacht werden könne. Einer davon, mit dem Flurnamen „Eichwald“ befindet sich ausschließlich in Privatbesitz, der andere nennt sich „Hahnenkopf“, liegt an der Gemeindegrenze zu Lollar und gehört hingegen der Gemeinde. Für Weber steht damit fest, zunächst diese Fläche weiter zu verfolgen, um für die Gemeinde auch neue Einnahmequellen zu erschließen. Zwei Unternehmen haben zur Umsetzung des Vorhabens Angebote unterbreitet. Nach der Vorstellung wurden die Stadtwerke Marburg als Partner für einen städtebaulichen Vertrag favorisiert. Nun soll die Gemeindevertretung einen entsprechenden Beschluss fassen. Lothar Nau (CDU) fragte diesbezüglich nach, warum der Bürgermeister entgegen der Meinung der Stadtwerke, auch den in privater Hand befindlichen Standort mit zu beplanen, ausdrücklich davon abrücke. Weber führte aus, dass er ein Fachgespräch mit einer Person eines Planungsbüros geführt habe, das schon lange für die Gemeinde Fronhausen tätig sei. Er habe die Auskunft erhalten, dass ein solches Vorgehen immer Schwierigkeiten verursache. Nau reagierte irritiert und fragte nach, welches Büro das gesagt habe und ob es möglich sei, einen Fachmann dieses Büros am nächsten Donnerstag in der Gemeindevertretung zu dieser Angelegenheit befragen zu können.

Weber war weder bereit, den Namen des Büros zu nennen, noch einen Fachmann dieses Büros zur Sitzung einzuladen. Viel mehr legte Weber den Fokus darauf, dass es jetzt allein um den Standort „Hahnenkopf“ gehe. Weil auf Fronhäuser Gebiet am „Hahnenkopf“ nur zwei Windkraftanlagen entstehen können, habe der Gemeindevorstand auch daran gedacht, das Projekt zusammen mit der Nachbarkommune Lollar zu realisieren, auf deren Gebiet ein drittes Rad stehen könnte.

Claudia Schnabel (Bürger für Fronhausen) fragte nach, ob Lollar davon schon etwas wisse und erhielt als Antwort von Weber: „Bürgermeister unterhalten sich.“ Von den Ausschussmitgliedern verweigerte sich niemand dem Beschlussvorschlag, doch enthielten sich jeweils drei der Stimme, weil sie die Argumentation des Bürgermeisters, keinen Fachmann „für offene Fragen“ einzuladen, nicht nachvollziehen konnten.

Das Parlament Fronhausen tagt am Donnerstag, 26. April, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Fronhausen.

von Götz Schaub

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