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Warten auf ein Signal der Gemeinde

Fronhausen Warten auf ein Signal der Gemeinde

„Wir haben ein Angebot für die Gemeinde zum Anschluss des Bürgerhauses Fronhausen“, sagt Helmut Jung von der Bioenergie-Genossenschaft Fronhausen. Die Gemeinde reagiert jedoch mit einem eigenen Gutachten.

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Das Bürgerhaus Fronhausen. Die Heizungsanlage ist mehr als 20 Jahre alt. Für die Gemeinde besteht die Möglichkeit, das Gebäude an ein noch zu bauendes Nahwärmenetz der Bioenergie-Genossenschaft anzuschließen.

Quelle: Archivfoto

Fronhausen. Was in Oberrosphe oder Josbach erfolgreich läuft, was in Schönstadt gerade kurz vor der Umsetzung steht, soll auch in Fronhausen möglich sein: der Aufbau eines Nahwärmenetzes, zunächst einmal nur für Fronhausen-Süd. Es gibt begeisterte Bürger, die sich der Sache angenommen haben und es schon mal bis zur Gründung der Bioenergie-Genossenschaft geschafft haben.

Diese Bürger wähnten sich eigentlich auch schon viel weiter, doch steht nach wie vor die Baugenehmigung für den notwendigen Um- und Ausbau der jetzigen Feldscheune zum Heizwerk in der Nähe des Bürgerhauses aus. Diese Tatsache irritiert die Mitglieder der Bioenergie-Genossenschaft sehr. Ihrer Darstellung nach hängt es an der Stellungnahme der Gemeinde Fronhausen zu diesem Projekt.

Die Gemeinde gehe von völlig falschen Daten, was den Anlieferungsverkehr angeht, aus, sagte Jung am Dienstagabend während einer Informationsveranstaltung in der Gaststätte „Zur Krone“ in Fronhausen zu den aktuellen Zahlen der Bioenergie-Genossenschaft. Vom bereits angelegten Lager zum Heizwerk wären jährlich keine 25 Fahrten nötig, so Jung. Dazu soll ein Abschiebewagen angeschafft werden, der ein Ladevolumen von 40 Kubikmeter aufweist. Das Lager befindet sich im Außenbereich. Zur Anlieferung müssten nur 150 bis 200 Meter auf öffentlichen Straßen zurückgelegt werden, Fahrten durch das Dorf werde es gar nicht geben, führten die Vorstände Helmut Jung und Thilo Finger aus. „Das Waldrestholz und das so genannte Straßenbegleitgrün, das wir sammeln und hacken ließen, reicht bereits für die nächsten zwei Jahre“, sagte Jung.

Man sei sehr stolz darauf, bei den nachwachsenden Rohstoffen nicht auf Feldanbau angewiesen zu sein.  Die fehlende Baugenehmigung ist eine Sache, der Wunsch, die Gemeinde Fronhausen als Genossenschaftrsmitglied im Boot zu wissen eine andere. Natürlich würde es die Genossenschaft sehr freuen, wenn die Gemeinde das Bürgerhaus Fronhausen an das Nahwärmenetz anschließen würde.

von Götz Schaub

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