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Südkreis Wärmebildkamera für kleine Lebensretter
Landkreis Südkreis Wärmebildkamera für kleine Lebensretter
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15:59 17.04.2013
Ein Blick auf das Display der Kamera zeigt sofort, wie effektiv sie in Gefahrensituationen mit eingeschränkter Sicht sein kann. Quelle: Ina Tannert
Ebsdorf

Ein verrauchter Raum, ein Schwelbrand, die Sicht ist gleich Null. In dieser Situation kann eine Wärmebildkamera Leben retten. Mit Hilfe ihrer Infrarotstrahlung ist es möglich, auch bei schlechter Sicht Wärmequellen wie Feuerherde oder Personen zu erkennen und schneller zu finden. „Die Kamera ist eine sehr sinnvolle Bereicherung unserer Ausrüstung und bietet mehr Sicherheit für die Bevölkerung“, freute sich Hartmut Bloh, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Ebsdorf bei der offiziellen Übergabe im örtlichen Feuerwehrhaus.

Zu diesem Anlass versammelten sich Vertreter von allen zehn Wehren der Gemeinde. Die Wärmebildkamera ist eine Spende der Raiffeisenbank eG Ebsdorfergrund. Diese erklärte sich zudem bereit, auch langfristig für die Wartung des Geräts aufzukommen. „Wir wissen, sie ist hier in guten Händen“, sagte Harald Emmerich, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank eG Ebsdorfergrund. Er freute sich, dass der Ebsdorfer Feuerwehr endlich ihre Gemeinnützigkeit anerkannt wurde. Ohne diese wäre die Spende nicht möglich gewesen. Die Anschaffung der Kamera im Wert von 5000 Euro, konnte durch ein Gewinnspiel des VR-Gewinnsparvereins Hessen-Thüringen der Bank erreicht werden. Ein Teil des Erlöses der Aktion kommt sozialen Zwecken zugute. Ein Glücksfall für die Feuerwehr. Obendrein gab es dazu noch zehn Digitalkameras für die Jugendfeuerwehren der Gemeinde. Der Ebsdorfergrund hat insgesamt zehn Wehren, jede davon erhielt eine Digitalkamera, um auch die Arbeit des Nachwuchses zu dokumentieren.

„Heute ist ein ganz besonderer Tag“, betonte auch Andreas Schulz, Bürgermeister der gemeinde Ebsdorfergrund. Die Feuerwehr sei auch deshalb so gut ausgestattet, weil es in der Gemeinde diese großzügige Spendenbereitschaft gebe, wie sie die Raiffeisenbank gezeigt habe, freute sich Schulz. Er hofft, dass die Kamera nicht oft zum Einsatz kommen muss, aber im Notfall Leben retten wird. Das Gerät verwahrt die Feuerwehr in Ebsdorf, es soll jedoch auch den anderen Wehren zur Verfügung gestellt und zu Ausbildungszwecken genutzt werden.

Kamera „weiß“ auch, wie viele in einem Auto saßen

Mithilfe von Infrarotstrahlung ist die Kamera in der Lage, unterschiedliche Umgebungstemperaturen bildlich darzustellen. Die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Objektes oder Körpers, kann dadurch sichtbar gemacht werden. Zudem können auch weit entfernte Objekte abgebildet werden, je nach Umgebung und Witterungslage bis zu einer Distanz von 200 Metern. Die Darstellung normaler Temperaturen wird schwarz-weiß angezeigt. Je höher die ermittelte Temperatur jedoch ist, desto farbiger wird die Anzeige. Besonders heiße Flammen werden in orange oder rot angezeigt.

Die Kamera ist zudem nicht nur bei Feuer, bei schlechter Sicht oder im Dunkeln einsetzbar. Bei einem Fahrzeugunfall kann sie sogar anzeigen, wie viele Personen im Auto gesessen haben. Das Infrarot zeigt die Abdrücke der Körperwärme auf den Sitzen. Es kommt immer wieder vor, dass Betroffene bei einem Unfall unter Schock den Unfallort verlassen, erklärte Ingo Mönke, Pressesprecher der Feuerwehr. Diese vermissten Personen können mithilfe der Kamera schneller auffallen und gefunden werden. „Das Gerät erleichtert unsere Arbeit enorm“, freute sich Mönke.

von Ina Tannert

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