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Südkreis Vom Stockbrot bis zur Gaudi im Sand
Landkreis Südkreis Vom Stockbrot bis zur Gaudi im Sand
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18:54 10.08.2011
Zum Abschluss der Ferienspiele der Backhausgemeinschaft Oberhausen wurde im Feuerwehrgerätehaus gebastelt – Regenmacher, Gespenster aus Leuchtpapier oder Glitzer-Tattoos. Quelle: Martina Becker

Dreihausen. „Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah“ ­– dieses Sprichwort nimmt die Backhausgemeinschaft Oberhausen ganz wörtlich, wenn es um die Kinderferienspiele in den Sommerferien geht. Die sieben Tage der letzten Ferienwoche kamen auch dieses Mal wieder ganz ohne weite Fahrten und Vergnügungsparks aus. „Die Kinder waren jeden Abend so müde, dass sie nur noch in die Betten fielen“ erzählte Doris Dahm, Schriftführerin der Gemeinschaft.

Spiel- und Unterhaltung bot am ersten Tag die Freiwillige Feuerwehr von Dreihausen. Fettexplosion, Kennenlernen von Feuerwehrfahrzeug und Ausrüstung, Kübelspritze oder eine verrauchte Halle sorgten für Kurzweil. Auch der Tag beim OHGV-Zweigverein auf dem gebrannten Berg war erlebnisreich. Hier wurden Nistkästen für Blaumeisen gebaut und Stockbrot gebacken.

Peter Honig vom Jugendwaldheim in Roßberg hatte für die 25 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis elf Jahren ebenfalls einen Tag gestaltet. Basteln und Bauen mit Naturmaterialien und das Entdecken und Erforschen von Kleinlebewesen standen auf dem Programm.

Spannend war auch der Besuch bei der DLRG in Marburg. Hier durften die Kinder mit dem Motorboot auf der Lahn fahren und die Rettungsausrüstung kennenlernen. „Der Höhepunkt für alle war der Tag in der Sandgrube in Rauischholzhausen“, erzählte Dahm. Hier war Sand allein das glückselig machende Element. Daran habe sich in den vergangenen 20 Jahren nichts geändert, so Dahm. So lange ist es nämlich her, dass die Backhausgemeinschaft zum ersten Mal die Dreihäuser Kinder zu Ferienspielen eingeladen hatte. Finanziert wird der Spaß aus dem Erlös des Backhausfestes. Dieses findet alle zwei Jahre im Wechsel mit den Ferienspielen statt. In diesem Jahr seien etwa 250 Euro ausgegeben worden, schätzte Dahm.

Die Fahrten nach Marburg, Rauischholzhausen und Roßberg hatte der ortsansässige Busunternehmer Daniel Wagner kostenfrei übernommen. Auch über das Engagement der Vereine bei der Programmgestaltung freuten sich die Organisatoren. Sie schulterten mit sechs Personen und der Unterstützung einiger Eltern die Veranstaltung. „Ganz am Anfang waren es unsere eigenen Kinder, jetzt sind es schon unsere Enkel, mit denen wir die Spiele durchführen“, erzählte Dahm. Die Woche wurde am Samstagabend mit einem Dämmerschoppen gemeinsam mit der Bevölkerung abgeschlossen – so, wie es in Dreihausen Tradition ist.

von Martina Becker

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