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Viele Kilometer für einen guten Zweck

Spendenlauf Viele Kilometer für einen guten Zweck

Alle zwei Jahre fallen an der Gesamtschule in Niederwalgern einige Unterrichtsstunden aus. Dann laufen die Schülerinnen und Schüler für wohltätige Projekte in Peru. So auch am vergangenen Donnerstag.

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Achtung Läufer. Am Donnerstag kam diesem Verkehrsschild eine ganz besondere Bedeutung zu.
So konnten die Schüler gut abgesichert ihre Runden laufen.

Quelle: Stefan Weisbrod

Niederwalgern. Nicht alle Mädchen und Jungen hatten am vorletzten Tag vor den Herbstferien die passenden Klamotten dabei, nicht alle hatten Lust, möglichst häufig die 1000-Meter-Runde von der Gesamtschule aus durchs Feld zu laufen – die meisten aber doch. Acht Durchläufe hatten sich einige von ihnen zum Ziel gesetzt, andere auch zehn. Besonders Ambitionierte hofften auf 16 Runden, ein Mädchen wollte gar 20 schaffen.

Dafür, so berichtete der stellvertretender Schulleiter und Organisator des Laufs, Andreas ­Irle, würde ihr ehemaliger Praktikumsbetrieb 500 Euro spenden. 20 Kilometer zu laufen – das war innerhalb von zwei Schulstunden, also 90 Minuten, kaum zu schaffen.

Die ambitionierten Mädels und Jungs bekamen deshalb zusätzlich frei. „Sie müssen dann aber auch wirklich laufen. Das wird kontrolliert“, betonte Irle. Prinzipiell waren die jüngsten Kinder der fünften und sechsten Klasse in den ersten beiden Schulstunden aktiv, anschließend die Siebt- und Achtklässler, in der fünften und sechsten Schulstunde schließlich die Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen neun und zehn. In den Tagen zuvor gingen die insgesamt 750 Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach Sponsoren.

„Das können die Eltern sein oder beispielsweise auch eine Firma“, erklärte Irle. „Manche geben zehn Cent pro gelaufene Runde, andere einen Euro.“

Die Ein-Kilometer-Schleife begann direkt vor dem Haupteingang der Schule, anschließend ging es über einen befestigten Feldweg und die schmale Verbindungsstraße von Niederwalgern nach Oberweimar zurück zum Startpunkt. Vor der Schule und auf halber Strecke mussten die Kinder und Jugendlichen ­eine Karte abstempeln lassen – „damit keiner schummelt“, wie Irle anmerkte.

20 Prozent der Einnahmen wandern in die Klassenkassen, der Rest wird für die Sozialprojekte der Schule in Peru verwendet. Dort betreibt sie seit einigen Jahren unter anderem eine Gemeindeküche und einen Kinderhort in einem Armenviertel der am Fuße der Anden gelegenen peruanischen Großstadt Chosica.

Wie viel Geld genau in diesem Jahr bei der bereits fünften Auflage der Veranstaltung durch die Schülerinnen und Schüler erlaufen wurde, wird erst nach den Herbstferien feststehen. Beim vorherigen Lauf vor zwei Jahren waren es rund 14 200 Euro, wie Irle berichtete. „Das wollen wir dieses Mal gerne toppen.“

von Stefan Weisbrod

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