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Südkreis Viele Ideen für interkommunale Zusammenarbeit
Landkreis Südkreis Viele Ideen für interkommunale Zusammenarbeit
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17:52 21.05.2014
Das Bürgerhaus Fronhausen wird von vielen auswärtigen Gruppen, etwa für Tagesseminare gebucht. Quelle: Thorsten Richter
Fronhausen

Niemand gibt gerne etwas von seiner Aufgaben-Hoheit ab. Die Angst, an Einfluss und Kontrolle zu verlieren, schwingt immer mit. Dennoch zwingen die Haushaltsergebnisse auch in puncto interkommunale Zusammenarbeit immer mehr zum Handeln.„Wir haben mit allen in Frage kommenden Kommunen Gespräche geführt“, informierte Bürgermeister Reinhold Weber während der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Fronhausen.

Alle in Frage kommenden Kommunen sind konkret die Gemeinden Lohra, Lollar, Ebsdorfgrund und Weimar sowie die Stadt Staufenberg. Bisher gibt es nur mit der Gemeinde Ebsdorfergrund einen Zusammenarbeit auf dem Sektor der Jugendpflege insofern, dass man gemeinsame Fahrten für Jugendliche anbietet.

Nach einer von Weber vorgestellten Tabelle zu urteilen, können sich Lohra und Weimar beispielsweise eine Zusammenarbeit beim Bauhof, beim Finanzwesen, bei der Gemeindekasse, bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs und bei der Beschaffung für den Brandschutz vorstellen. Die Stadt Staufenberg stellt Gespräche über Gewerbe in Aussicht. Die Gemeinde Ebsdorfergrund signalisiert Interesse bei den Themen Standesamt, Personalabrechnung, Kontrolle des ruhenden und fließenden Verkehrs. Bei gemeinsamen Beschaffungen, sprich Sammelbestellungen wären Lohra, Weimar und Ebsdorfergrund potenzielle Ansprechpartner.

Und in Sachen Brandschutz kann sich die Gemeinde Lollar tiefergehende Zusammenarbeit vorstellen. Der Ideenkatalog ist nicht abgeschlossen, kann jederzeit erweitert werden. Nun müsse sich die Gemeinde Fronhausen selbst positionieren und überlegen, welche Gespräche zielführend sein können.

Eine kleiner Schritt zur Haushaltsentlastung wurde einstimmig von den Gemeindevertretern verabschiedet. Danach sollen auswärtige Mieter des Fronhäuser Bürgerhauses, also Personen, die nicht in der Großgemeinde Fronhausen gemeldet sind einen Zuschlag in Höhe von 50 Prozent des üblichen Mietpreises zahlen.

Das dieses Angebot angenommen wird, zeige die schon existierende relativ gute Belegung von außerhalb. Bisher mussten solche Mieter einen 40-prozentigen Aufschlag entrichten. „Das zeigt, dass der Preis stimmt“, urteilte Bürgermeister Weber.

von Götz Schaub

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