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VdK-Mitglieder kritisieren die Gemeinde

Klage VdK-Mitglieder kritisieren die Gemeinde

Kein gutes Zeugnis stellten die Fronhäuser VdK-Mitglieder der Gemeinde aus: Angesprochene Missstände würden nicht beseitigt, so die Klage

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Foto oben: Zum neu gewählten Vorstand gehören Karin Peter (von links), Hans-Dieter Spengler, die Vorsitzende Veronika Barth, Edmund Menz und Renate Lemmer. Unteres Foto: Bianca Hoß (von links, mit Tochter Angelina) vom Kreisvorstand mit den Geehrten Maria

Bellnhausen. Kein gutes Zeugnis stellten die Fronhäuser VdK-Mitglieder der Gemeinde aus: Angesprochene Missstände würden nicht beseitigt, so die Klage.

„Die Gemeindeverwaltung ist nicht behindertengerecht zugänglich. Oft stehen Müllcontainer auf den Gehwegen oder Autos parken darauf und versperren den Durchgang. Und wer geht in die Altenheime, wer war schon mal drin? Leute, da ist man froh, wenn man wieder draußen ist“, machte Karl-Heinz Meier in der Aussprache während der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbandes Fronhausen seinem Unmut über einige Missstände Luft.

Auch die Vorsitzende Veronika Barth erklärte, öfter im Altenheim gewesen zu sein und mit dem Bürgermeister gesprochen zu haben: „Leider hat er etwas taube Ohren und der VdK gilt in der Gemeinde als ,schwarzes Schaf‘. Er sagt, ,wir tun etwas‘, aber es passiert nichts.“

Zur Barrierefreiheit gebe es schon länger eine Arbeitsgruppe des VdK, die Berater gingen auch in die Gemeinden. Es müssten aber auch Ehrenamtliche in den Gemeinden bereit sein, diese Dinge durchsetzen zu wollen und den Zuständigen wie dem Gemeindevorstand immer wieder „auf die Füße zu treten“.

Der Draht zur Gemeinde ist nach dieser Jahreshauptversammlung, an der am Samstagnachmittag 40 Mitglieder im Bürgerhaus Bellnhausen teilnahmen, zumindest etwas kürzer geworden. Es gab einen größeren personellen Wechsel. Der stellvertretende Vorsitzende Norbert Löwe, Schriftführerin Christina Laucht und die Beisitzer Karl-Heinz Meier und Werner Naumann schieden aus. Neuer stellvertretender Vorsitzender des seit Anfang 2011 von 177 auf aktuell 195 Mitglieder angewachsenen Ortsverbandes wurde der Beigeordnete Edmund Menz (BfF).

Rat: Stets die Bescheide vom Versorgungsamt prüfen

Karl-Heinz Meier berichtete, dass man gegen die Bescheide der Versorgungsämter in der Regel Widerspruch einlegen solle. „Nach einem Widerspruch wird man plötzlich um 20 Prozent hochgestuft“, sagte er.

Diese Kritik an den Versorgungsämtern bestätigte Bianca Hoß, wie Barth Beisitzerin im Vorstand des Kreisverbands Marburg. Man müsse immer wieder Widerspruch einlegen. Bei Anträgen und dem Ausfüllen von Formularen, beispielsweise auch zur Pflegestufe, erhalte man Hilfe in der Geschäftsstelle, in schwierigen Fragen von der Rechtsabteilung des VdK.

Die Ortsverbandstermine für dieses Jahr werden erst noch festgelegt. Im vergangenen Jahr, berichtete die Vorsitzende, fanden unter anderem das Kräppel­essen, ein Grillfest, eine Halbtagesfahrt und eine Weihnachtsfahrt statt. Im November gab es einen Informationstag zur Patientenverfügung, auf Wunsch der Mitglieder soll es dieses Jahr einen zweiten Teil dazu geben.

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