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Tauschen, kaufen, begradigen, sichern und verbessern

Tauschen, kaufen, begradigen, sichern und verbessern

„Gerundet besitzt die Gemeinde Ebsdorfergrund 495 Hektar Land“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz. Dieses teilt sich auf in sehr unterschiedliche Nutzungsarten.

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Andreas Schulz bietet Gemeinde-Grundstücke an.

Quelle: Archiv

Ebsdorfergrund. Unter dem Strich bleiben rund 95 Hektar an Flächen, die die Gemeinde möglicherweise veräußern beziehungsweise tauschen könnte.

„Es gibt sicherlich Flächen, die wir nicht brauchen, die Grundstücksbesitzer aber gerne haben möchten, um ihr Grundstück besser nutzen zu können“, so Schulz. Deshalb fordert er Bürger der Gemeinde auf, die sich schon lange fragen, ob sie ihre Grundstücke noch vergrößern oder verändern können, sich bei der Gemeinde zu melden, damit man darüber mal reden könne. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich immer wieder Lösungen finden lassen, die mitunter überraschen und dabei sogar noch beiden Parteien helfen.“ Wenn es mal nicht gehen sollte, weil gewichtige Gründe dagegensprechen, hat man wenigstens auch die Gewissheit eingeholt, dass eben nichts zu machen ist.

Warum jetzt diese Aktion? Schulz: „Flächenbesitz stellt ein Vermögen dar, das in der Doppik ausgewiesen wird.“ Und weiter: „Wir bauen jetzt ein modernes Grundstücksmanagement auf, denn ungenutzte Grundstücke nur zu verwalten bringt rein gar nichts, strapaziert höchstens den Geldbeutel. Denn die Flächen müssen mitunter auch gepflegt werden“, sagt der Verwaltungschef. Immer darauf bedacht, seiner Gemeinde den ausgeglichenen Ergebnishaushalt weiter zu erhalten, muss er auch nach Kosteneinsparungen suchen, „die hier aber niemanden weh tun“. Schulz weiter: „Wenn natürlich jetzt keiner weiß, dass die Gemeinde in Grundstücksangelegenheiten mit sich reden lässt, dann kommt auch keiner. Also gehen wir in die Offensive und machen erst einmal ein Gesprächsangebot.“

Das eine oder andere Grundstück wurde bereits verkauft, andere stehen schon zum Verkauf an. „Wir bevorzugen Lösungen, von denen alle etwas haben“, sagt Schulz und nennt ein Beispiel: Der OHGV-Zweigverein Dreihausen besitzt auf dem gebrannten Berg eine Schützhütte. Die Schutzhütte steht aber auf Gemeindegrund. „Da macht es doch Sinn, dass der Verein auch das Land erwirbt. So kann der Verein auch bei der Bank Geld bekommen, weil er Vermögen hat. Und der Verein kann sich sicher sein, in sein eigenes Vermögen zu investieren.

Manchmal springt sogar auch eine deutlich verbesserte verkehrssichere Lösung dabei heraus, wenn man nur mal das Gespräch sucht, macht Schulz deutlich. Dies ist ihm in Dreihausen gelungen, wo ein „simpler Grundstückstauch“ ganz neue Möglichkeiten offenlegte.

von Götz Schaub

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