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Tanz auf dem Asphalt der früheren Bundesstraße

Dolles Dorf Tanz auf dem Asphalt der früheren Bundesstraße

Obwohl zahlreiche Bewohner des Örtchens im Urlaub waren, präsentierte sich Bellnhausen mit vielen gutgelaunten Menschen als „dolles Dorf“.

Bellnhausen. „Es war, als hätte man in einen Ameisenhaufen gestochen“, berichtete Eva Kiltz über den Donnerstagabend. Kurz nachdem das Bellnhäuser Los im Fernsehen aus der Trommel gezogen und das Örtchen somit zum dollen Dorf der Woche wurde, trafen sich alle in der Kneipe.

Ortsvorsteher Lothar Mann ist nur einer von vielen, die momentan im Urlaub weilen. Für ihn übernahm sein Stellvertreter Matthias Grün das Zepter. Ein Programm musste her - und zwar schnell. Nicht jeder Vorschlag konnte berücksichtigt werden, dennoch hatten sich alle Beteiligten bald auf den Felsenkeller, die Kirche, den Mehrgenerationen-Spielplatz, dieHausbeschreibungen, den Pferdehof und die B3 als Themenpunkte geeinigt. Das leidige Thema der Hähnchenmastanlage sollte, da waren sich alle einig, bei den Dreharbeiten keine Rolle spielen.

Als sich die ganze Aufregung gestern am späten Nachmittag gelegt hatte, alles im Kasten war und sich das Fernseh-Team wieder auf den Heimweg gemacht hatte, war der Tag für die Bellnhäuser noch nicht vorbei. Bei guter Stimmung, Freigetränken und gegrillten Würstchen machten sie es sich noch auf dem Mehrgenerationen-Spielplatz gemütlich und diskutierten über Bellnhausen, das Fernsehen und warum das dann doch noch alles gut geklappt hat.

„Morgens waren nur die bei den Dreharbeiten dabei, die sich bereit erklärt hatten, etwas zu den einzelnen Punkten zu sagen“, berichtete Heinz Rabenau. Erst später wurde die Gruppe dann größer. Bei der Polonaise auf der alten B3 waren dann über 50 Bellnhäuser mit dabei.

Sie erlebten mit, wie mit Liegestützen, Fußball spielen, dem kleinen Luis auf dem Laufrad und einer Tanzeinlage gezeigt wurde, welche Veränderungen der Neubau der B 3 für den Ort gebracht hat. Die Bundesstraße ist jetzt eine Dorfstraße.

Fußball spielen und Laufrad auf der Straße fahren? Da waren die Kinder sofort dabei, doch tanzen wollte erst niemand so recht. Irene und Willi Englert klärten sich dann aber bereit und zeigten auch ohne Musik oder unterstützenden Gesang der Zuschauermenge gekonnt einen Tanz auf dem Asphalt.

Ob sie beim Wettbewerb „Dolles Dorf“ bis ins Finale kommen, da waren sie die Frauen des Gymnastikvereins nicht besonders sicher. Aber sie fanden, dass ihr kleines Dorf dann doch ein tolles Programm auf die Beine gestellt hat.

von Sonja Achenbach

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