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Spielmöglichkeiten für Jung und Alt

Mehrgenerationenspielplatz Spielmöglichkeiten für Jung und Alt

Darauf können die Bellnhäuser stolz sein: Mit relativ wenig Geld aber großem Engagement haben sie einen neuen Spielplatz am Gemeinschaftshaus des 450-Seelen-Dorfes errichtet, der alle Generationen ansprechen soll.

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Schach ist nur etwas für die Großen? Von wegen.

Quelle: Stefan Weisbrod

Bellnhausen. Rutsche, Sandkasten und Schaukel für die Kleinen, ein Schachfeld für die Großen – klingt logisch, muss aber nicht unbedingt so sein. Während der Einweihung des neuen Mehrgenerationenspielplatzes in Bellnhausen am Freitag machten sich jedenfalls als erstes die Jüngeren über die großen Schachfiguren her. Nun gut, nicht alle schienen die Regeln des Spiels so richtig zu kennen, Spaß hatten sie aber allemal. Und darum geht es auf einem Spielplatz ja schließlich.

Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber erinnerte während der Einweihungsfeier am Freitagnachmittag daran, dass die Ursache für den Bau des Spielplatzes kein erfreulicher war: „Bei einer Untersuchung im Jahr 2007 wurde festgestellt, dass 80 Prozent der Spielgeräte nicht mehr sicher waren.“ Um jede Gefährdung auszuschließen, seien die Geräte daraufhin abmontiert worden. „Das verursachte zwar einen Aufschrei, aber die Sicherheit muss Vorrang haben.“ Für einen neuen Spielplatz habe die Gemeinde 25.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Dieses Thema griff Ortsvorsteher Walter Kornmann auf. Denn was zunächst nach viel Geld klänge, sei in Anbetracht der Preise für fertig montierte Spielgeräte sehr wenig. So seien davon auch nur wenige Geräte wie eine Rutsche sowie eine Schaukel gekauft worden – und sonst nur Materialien, aus denen denn weitere Spielmöglichkeiten geschaffen wurden. „So konnte realisiert werden, was vor zwei Jahren noch völlig utopisch schien“, freute er sich. Mehr als 1.000 Arbeitsstunden, „wahrscheinlich sogar eher 2.000“, hätten rund 25 Freiwillige aus dem Ort in den neuen Spielplatz investiert. Unterstützung sei dabei regelmäßig durch die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs gekommen, sagte er dankbar. Mehrere hundert Stunden davon dürften für den Bau eines mit Brettern und Netzen umgebenen Fußballfeldes „draufgegangen“ sein. Ein Teil des hierfür benötigten Materials wurde von den Waldinteressenten gespendet.

Kornmann erinnerte außerdem daran, dass mit dem Bau zugleich ein behindertenfreundlicher Zugang auf der Rückseite des Bürgerhauses realisiert werden konnte. Gemeinsam mit Heiner Pfeffer vom zuständigen Arbeitskreis und Bürgermeister Weber eröffnete er anschließend den Mehrgenerationenspielplatz. So „richtig“ eingeweiht wurde er anschließend mit Wettkämpfen im Fußball, Geschwindigkeitsrutschen, Tischtennis und auch mit einem Schachturnier. Dafür überließen die Kleinen dann auch wieder den Großen das Feld.

von Stefan Weisbrod

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