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Schulz will am 20. Juni Amt verteidigen

Ebsdorfergrund Schulz will am 20. Juni Amt verteidigen

Stimmt die Gemeindevertretung am Montag zu, wird im Ebsdorfer Grund bereits am 20. Juni der neue Bürgermeister gewählt.

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SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Böckler (links) und Parteichef Rudi Claar (rechts) setzen bei der Bürgermeisterwahl auf ihr „Zugpferd“, den Amtsinhaber Andreas Schulz.

Quelle: Michael Agricola

Frauenberg. Traditionell habe man stets zu Beginn der möglichen Zeitspanne gewählt, deshalb sei auch diesmal mit dem 20. Juni der frühestmögliche Termin ins Auge gefasst worden, erklärte SPD-Fraktionschef Werner Böckler bei der Vorstellung des Kandidaten seiner Partei am Donnerstagabend in Frauenberg.

Erwartungsgemäß war der SPD-Gemeindeverband Ebsdorfergrund bei seiner Delegiertenversammlung im Februar dem Nominierungsvorschlag des Vorstandes gefolgt, Andreas Schulz erneut aufzustellen. 34 Delegierte stimmten für ihn, einer sagte Nein.

Der seit Ende 1992 amtierende Bürgermeister bewirbt sich damit um seine vierte Amtszeit, wobei er in die dritte Direktwahl geht. Mit einem Zehn-Punkte-Programm will er bei den Wählern um das Vertrauen für weitere sechs Jahre an der Spitze der Gemeinde werben. Als wichtigstes Projekt sieht er die Verwirklichung der Ortsumgehung für Heskem an. Wittelsberg will er erfolgreich durch die nächsten Jahre der Dorferneuerung bringen und in Ebsdorf will er sich um die Ortsdurchfahrt kümmern, die nicht zum „drittschönsten Dorf Deutschlands“ passen will. Auch die Komplettierung des Radwegenetzes hat er sich auf die Aufgabenliste geschrieben. Zudem brauche es Radweg-Anschlüsse von Roßberg nach Dreihausen und von Beltershausen nach Heskem. Innerortslagen sollen Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete haben.

Weitere Ziele sind der Ausbau von Angeboten für Kinder, Jugendliche und Senioren, das Voranbringen der Energiewende im Ebsdorfer Grund und den Erhalt der soliden Finanzen. Grundlegend ist für Schulz auch die interkommunale Zusammenarbeit, die er mit der Gemeinde Fronhausen als einem wichtigen Partner forcieren und „beispielhaft“ machen will.

Seine Parteifreunde trauen ihm dies selbstredend spielend zu. Parteichef Rudi Claar zählte bei der Kandidatenvorstellung die Erfolge in der Schulz‘schen Amtszeit auf, vom ausglichenen Haushalt in schwierigen Zeiten über die rege Investitionstätigkeit in den Ortsteilen bis zu den „Anreizen für Familien, nach Ebsdorfergrund zu ziehen“. Besonders lobt Claar, dass Schulz „es verstanden hat“, die Bürger zu ehrenamtlicher Mithilfe bei vielen Projekten vor Ort „zu begeistern und zu motivieren“, womit sich die Kosten in finanzierbarem Rahmen gehalten hätten. Denn so Fraktionschef Böckler, zu Schulz gewandt: „Du hast erkannt, dass Schulden machen höchst unsozial und ungerecht für die nachfolgenden Generationen ist.“ Danach sei der Bürgermeister auch vorgegangen, indem er kontinuierlich daran gegangen sei, den Schuldenstand der Gemeinde zu reduzieren.

Ob Schulz seine Ziele auch in den kommenden Jahren an der Spitze der Verwaltung verfolgen kann, hängt natürlich von den Wählern ab, von denen sich SPD-Chef Claar eine hohe Wahlbeteiligung erhofft, auch um das Engagement des Bürgermeisters in gewisser Weise zu würdigen.
Bislang sieht es jedenfalls danach aus, als ob er erstmals ohne Gegenkandidaten ins Rennen gehen wird.

von Michael Agricola

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