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Südkreis "Schüler bekommen die Zeit, die sie brauchen"
Landkreis Südkreis "Schüler bekommen die Zeit, die sie brauchen"
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17:31 30.05.2012
Sieht fast aus wie im „normalen“ Unterricht. Doch diese Schüler lernen individuell, jahrgangsübergreifend in einer Kleingruppe. Für die Schüler übrigens kein Problem. Quelle: Götz Schaub
Niederwalgern

„Studien haben aufgezeigt, dass Schüler, die in die fünfte Klasse versetzt werden, in ihrem Entwicklungsstand bis zu einem Jahr auseinanderdriften“, sagt Dr. Horst Tritschler, Schulleiter der Gesamtschule Niederwalgern (GSN).

Um allen Schülern einen optimalen Beginn in der Gesamtschule zu ermöglichen, habe man sich für die Einführung der Flexiblen Unterstufe entschieden. „Für viele Schüler ist es einfach noch zu früh, zu entscheiden, in welche Richtung es gehen soll. Allerdings gibt es auch Schüler, bei denen einfach feststeht, dass sie schneller lernen. Da wir allen Schülern das Angebot machen wollen, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, müssen wir flexibel sein“ erläutert Tritschler. Die Schüler werden also von Beginn an individuell gefördert und gefordert und erlernen in jahrgangsübergreifenden Gruppen, ihren Arbeits- und Lernprozess selbstständig zu gestalten.

Schnelle und erfolgreiche Lerner durchlaufen die Flexible Unterstufe in zwei Jahren, andere in drei. Damit dies möglich ist, hat sich die Gesamtschule für den Verbleib als G8-Schule entschieden. Es ist also möglich, den Gymnasialzweig (die Klassen 7, 8 und 9) in zwei oder eben erst in drei Jahren zu beginnen. Daneben gibt es den klassischen Hauptschulzweig mit den Klassen 8 und 9 sowie den Realschulzweig mit den Klassen 8, 9 und 10.

Der Unterricht in der Flexiblen Unterstufe entspricht gerade in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch nicht mehr dem „normalen“ Unterrichtsmodell. Frontalunterricht ist nur ein sehr kleiner Bestandteil des Unterrichts, viel mehr geht es um die individuelle Förderung. Damit weder Schüler, Lehrer und Eltern dabei den Überblick verlieren, muss natürlich auch die Begelitung eine ander sein. „Es gibt viele Lernbegleitgespräche, so dass Eltern und die Schüler selbst wissen, wo sie stehen“, sagt Annegret Roggenkamp, Leiterin der Förderstufe. So komme man auch meistens zu einem klaren Ergebnis, was die Wahl des Schulzweiges nach der Flexiblen Unterstufe angeht, meint Tritschler. „Weichen die Vorstellungen der Eltern von den Empfehlungen der Schule ab, gibt es noch einmal ein Elterngespräch“, so Tritschler. Damit wolle man aber keineswegs Druck auf die Eltern ausüben, sondern Wege finden, die für das Kind am besten sind. Dass die Schule mit ihrem Modell richtig liege, würden die ersten Ergebnisse und Erfahrungen zeigen, sagt Tritschler. Gerade Schüler, die auf ein Gymnasium wechseln, brauchen die gleiche Kompetenzstufe, bekräftigt er. Der Schulleiter ist überzeugt: Mit diesem System bietet die Gesamtschule allen Schülern die richtigen Wege und läuft somit nicht Gefahr, sich über kurz oder lang zu einer „Restschule“ zu entwickeln.

„Wir haben viel von dem erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, bilanziert Annegret Roggenkamp. Besonders freue sie sich, dass aus dem Kollegium heraus sehr viel Interesse komme, in der Flexiblen Unterstufe zu arbeiten. „Das bedeuet für jeden Lehrer eine enorme Umstellung“, so Roggenkamp. Da sei es von Vorteil, dass an der Schule ein angenehmes Klima herrsche, das auch dazu führe, sich einzubringen und an dem eingeschlagenen Weg mitzuarbeiten. So sieht das auch Sabine Schäfer-Jarosz, die stellvertretende Schulleiterin, die in verschiedenen Schulformen Erfahrung sammeln durfte.

Der Weg in Niederwalgern biete jedem Schüler die Chance auf einen möglichst hochwertigen Schulabschluss und einen erfolgreichen Übergang ins Berufsleben beziehungsweise in andere Schulformen.

von Götz Schaub

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