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„Satte“ Männerstimmen begeistern

Nacht der Chormusik in Ebsdorf „Satte“ Männerstimmen begeistern

Am Samstagabend erlebten rund 150 Chorbegeisterte im Ebsdorfer Bürgerhaus eine Komposition aus traditionellem, gefühlvollen, fetzigen und lustigem Männergesang, der auch an den Saalwänden nicht Halt machte.

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Die Gastgeber vom MGV Ebsdorf (oben), der MGV 1895 Frechenhausen (rechts) und der Polizeichor Marburg sangen bei der „Nacht der Chormusik“.Fotos: Martina Becker

Ebsdorf. Der MGV Ebsdorf ist ein traditionsreicher Männerchor, der es nach wie vor versteht, junge Männer für sich zu begeistern. Wenn die 40 Männer singen, sieht und hört man ihre Begeisterung und Leidenschaft, die ihnen Chorleiter Klaus Fillsack vermittelt.

Das war auch am Samstagabend nicht anders. Als Gastgeber der achten „Nacht der Chormusik“, die der Verein im Jahr 2000 erstmals ausrichtete, eröffnete er den musikalischen Abend treffsicher mit der gefühlvollen, irischen Volksweise „Singen ist Leben“. Mit „Good News“ setzte der Chor ebenso pointiert seinen letzten Beitrag.

„Runder, satter“ sowie traditioneller, gefühlvoller, fetziger und lustiger Gesang sollten den Abend füllen, versprach der Vorsitzende Wolfgang Lemmer bei seiner Begrüßung. Diese Verheißung war nicht übertrieben, denn auch die zwei Gastchöre, der MGV 1895 Frechenhausen und der Polizeichor Marburg, versprachen opulenten Hörgenuss.

Dass der Polizeichor die Veranstaltung bereicherte, glich schon einer Besonderheit. „Da haben wir sehr lange gebettelt, denn in einem solch kleinen Saal singt der international auftretende Chor normalerweise nicht“, erzählte Vorstandsmitglied Holger Sohl. Ein bisschen hatte auch geholfen, dass der Ebsdorfer Peter Lemmer in beiden Chören singt und ein gutes Wort einlegen konnte. Der Auftritt, der 40 in Grün gekleideten Männer war dann auch überaus beeindruckend. Sie füllten nicht nur die Bühne komplett aus, auch ihre Stimmen nahmen den Saal ein, ihre Liedauswahl traf den musikalischen Geschmack der rund 150 Zuhörerinnen und Zuhörer. Unter der Leitung von Kurt Latzko sang der Chor beispielsweise den gefühlvollen Spiritual „All night, all day“, die Diplomatenjagd von Reinhard Mey oder von der „Hochzeit der Frösche“.

Die 20 Sänger aus Frechenhausen verstanden es nicht minder, die hohen und tiefen Stimmen miteinander in Harmonie zu setzen. Zu ihrem Repertoire gehörten das getragene Sanctus oder die Wolgaräuber. Zudem dirigierte Professor Dr. Achim Heinrichs „Wir sind die alten Säcke“ womit sich der Chor als „ganz besondere Truppe“ outete.

Klar war, dass die je sechs dargebotenen Lieder jeden Chores dem begeisternd applaudierenden Publikum nicht reichten. Ohne Zugabe durften sie die Bühne nach dem zweiten Teil ihres Auftrittes nicht verlassen.

Wem es über die rund zweieinhalb Stunden Programm im Saal zu warm wurde, musste bei einer Abkühlung auf dem Vorplatz des Bürgerhauses nichts verpassen. Die Organisatoren hatten für eine Übertragung ins Freie gesorgt. Dieses Angebot wurde nur von wenigen in Anspruch genommen, da die Chöre es verstanden, ihr Publikum in den Bann zu ziehen.

von Martina Becker

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