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Runter von vielbefahrener Landstraße

Radwegebau Runter von vielbefahrener Landstraße

Bereits 2013 könnte der Bau des Radweges beginnen, vorausgesetzt das Land Hessen stimmt dem Antrag auf Bezuschussung des 295000 Euro teuren Projekts zu.

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Ein Blick von Beltershausen nach Heskem. Entlang der Landesstraße 3125 will die Gemeinde möglichst bald einen Radweg bauen.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Radwegebau neben Landesstraßen ist Sache des Landes Hessen. Das ist auch zwischen Beltershausen und Heskem so. Darauf warten, dass der Straßenbaulastträger diesen Radweg in unbestimmter Zukunft einmal umsetzt, will Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz nicht.

„Es nützt uns nichts, dass das Land zwar die Dringlichkeit dieses Radweges bestätigt, aber aus Mangel an finanziellen Mitteln nicht handelt“, sagte Schulz. Das Projekt hat der Verwaltungschef daher selber in die Hand genommen und zahlreiche Vorarbeiten geleistet.

Im Zuge der jüngsten Flurbereinigung hat die Gemeinde die nötigen Flächen in ihren Besitz gebracht und auch das Baurecht für den Radweg wurde geschaffen. Ausgehend vom Gewerbegebiet bis zum Anschluss an den nächsten befestigten Feldweg vor Beltershausen soll der Radweg entlang der L3125 gebaut werden. Im Ort mündet er auf den „Grünen Planweg“. Der Planer Dr. Walter Grohmann erläuterte, dass die 842 Meter lange Strecke eine Ausbaubreite von 2,50 Metern habe und neben dem Graben entlang der Straße laufen werde. Mit dem Bau dieses Weges will die Gemeinde für die Bürger von Beltershausen und besonders die rund 100 Schülerinnen und Schüler von dort die gleichen Bedingungen schaffen, wie sie die anderen Orte der Gemeinde auch haben. Auf der Landstraße zu fahren sei viel zu gefährlich.

Täglich weit mehr als 200 Schwerlastfahrzeuge

Etwa 6000 Fahrzeuge, davon 239 Schwerlastkraftwagen fahren hier täglich - eine ständige Gefahr für Radfahrer. Alternativen, außer solche mit großen Umwegen, gebe es auch nicht, erklärte der Verwaltungschef. Die Bedingungen für den Bau eines Radweges seien gegeben, erklärte Grohmann. Ab zehn Radfahrer in der Spitzenstunde läge das nötige Erfordernis vor.

Wenn nur ein Drittel der Schüler in den Sommermonaten zur Schule fahren, ist diese Zahl weit übertroffen. Da das Land Hessen die Notwendigkeit des Radweges bestätigt hat, hofft man in Dreihausen jetzt wenigstens auf die Bewilligung eines Zuschusses in Höhe von 75 Prozent der Investitionssumme (295000 Euro). Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 74000 Euro. Wird dem Antrag, der nach dem Verkehrsfinanzierungsgesetz gestellt wurde, stattgegeben, kann der Bau 2013 schnell beginnen.

von Martina Becker

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