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Südkreis Roter Turm weist auf Klimaschutz hin
Landkreis Südkreis Roter Turm weist auf Klimaschutz hin
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18:02 15.07.2012
Der neue Leuchtturm der Gesamtschule Niederwalgern: Der rote Silo fasst 50 Kubikmeter Holzpellets, das sind 32,5 Tonnen, und muss bis zu zehnmal pro Jahr befüllt werden. Quelle: Manfred Schubert
Niederwalgern

Ihre erste Bewährungsprobe hat die neue, mit Holzpellets betriebene Heizung für die Turnhalle und den Gebäudekomplex Nord bereits bestanden. Anfang Dezember war mit dem Einbau der neuen Anlage, die alte musste ohnehin ausgetauscht werden, begonnen worden, im Februar ging sie in Betrieb. „In diesem kalten Monat hat sie sehr gut funktioniert“, bestätigte Schulleiter Dr. Horst Tritschler während der Vorstellung der Holzfeuerungsanlage.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern wies darauf hin, dass sich der Kreis schon seit einigen Jahren bemühe, an den Schulen Holz zum Einsatz zu bringen, wo dies sinnvoll sei. Diese neue Heizungsanlage leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie stoße jährlich 120 Tonnen weniger Kohlendioxid aus als die alte und spare etwa 15000 Euro Brennstoffkosten pro Jahr ein.

Gekostet hat die innerhalb des Projekts BioRegio-Holz Lahn errichtete Anlage 246000 Euro. 60000 Euro kamen als Fördermittel von der EU. Sie hat eine Leistung von 270 Kilowatt. Für den Notfall und zur Abdeckung von Spitzenlasten steht noch ein Gasheizkessel zur Verfügung.

Weithin deutlich sichtbar, macht der rote Silo auf die neue Heizung aufmerksam. Er fasst 50 Kubikmeter Holzpellets, etwa 32,5 Tonnen, und muss fünf- bis zehnmal pro Jahr befüllt werden.

Regionale Anbieter liefern die Pellets. Sie garantieren, dass das Holz aus Wäldern im maximalen Umkreis von 150 Kilometern stammt. Eine Förderschnecke transportiert die Pellets automatisch vom Silo zur Heizungsanlage.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, einen sichtbaren Silo zu bauen, nachdem es im Keller der Schule keinen Platz gab“, sagte Patrick Gerber, Energiebeauftragter des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Bei der Farbe wurde der Wunsch der Schule berücksichtigt. „Unser roter Leuchtturm soll Erfolg für die nächsten Jahre ausstrahlen. Wir sind jedes Jahr als Umweltschule in Europa anerkannt worden. Es geht auch darum, die Schüler zu überzeugen, dass wir auf nachhaltige Energieträger setzen müssen“, erklärte Tritschler.

Im Sommer 2013 soll mit der Sanierung der Gesamtschule begonnen werden, die unter anderem eine vollständig neue Außenfassade erhalten soll. Der Energiebedarf wird durch die bessere Wärmedämmung sinken, sodass der Pelletkessel dann die gesamte Heizlast alleine abdecken kann.

Neben der Gesamtschule Niederwalgern werden bereits die Grundschulen in Gladenbach-Weidenhausen, Dautphetal-Holzhausen, Münchhausen und Angelburg-Lixfeld sowie die Mittelpunktschulen Bad Endbach-Hartenrod und Wohratal mit Holzpellets beheizt. Weitere Anlagen in Lohra und Steffenberg-Niedereisenhausen sind in Planung und sollen im Laufe dieses Jahres auf den Weg gebracht werden.

Hintergrund: Bio-Regio-Holz Lahn ist ein Projekt, für das das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Anstoß gegeben hat. Selbstständig getragen wird es von den beteiligten Landkreisen Lahn-Dill, Gießen, Marburg-Biedenkopf sowie der Stadt Marburg. Das Ziel: die Förderung von heimischem Holz als Energieträger. Das Projekt startete im Jahr 2008. Bislang wurden mehr als 30 Holzheizanlagen in kreiseigenen Liegenschaften unter Gewährleistung einer wirtschaftlichen Betriebsweise von Öl oder Gas auf Holzenergie umgerüstet. Dadurch werden jährlich mehr als 2000 Tonnen CO 2 eingespart. Weitere Umrüstungen im kommunalen, gewerblichen und privaten Bereich schreiten voran.

von Manfred Schubert

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