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Polonaise zieht sich durchs ganze Zelt

Kirmes Polonaise zieht sich durchs ganze Zelt

Drei Tage der diesjährigen Burschenkirmes in Fronhausen sind rum, auf den vierten freuen sich viele Einwohner des Dorfes ganz besonders. Von morgens bis in die Nacht wird am Montag noch auf dem Festplatz gefeiert.

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Beste Stimmung herrschte beim Party-Abend am Freitag im Festzelt „Auf der Schwärz“.

Quelle: Stefan Weisbrod

Fronhausen. Seit wann in Fronhausen eine Kirmes gefeiert wird, weiß so richtig niemand. Schon seit hundert Jahren meinen manche, zumindest aber seit einigen Jahrzehnten, erklärte der Vorsitzende der veranstaltenden Burschenschaft, René Keil, und ergänzte: „Das ist ein Thema für sich.“ Wie es auch sei: Die Fronhäuser Zeltkirmes kann jedenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken, die in diesem Jahr eine würdige Fortsetzung findet.

Gar nicht klassisch, sondern erstmals mit einer „Atzenparty“ begann das viertägige Fest auf dem Festplatz „Auf der Schwärz“ am Freitagabend.

Auf eine Verkleidung und damit auch auf ein Willkommensgeschenk verzichteten die meisten Gäste zwar. „Da hatten wir schon mit mehr gerechnet“, gestand Vorstandsmitglied Alexander Schatke ein. So bekamen jedoch nur wenige Besucher einen Sekt oder einen Wein-Cola-Mix und ein Knicklicht zur Begrüßung. Der Klassestimmung im Zelt tat dies jedoch keinen Abbruch. Rund 750 größtenteils jugendliche Gäste feierten zur Musik von „YouFM“-DJ Holger Gerlach. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Abend“, sagte Keil.

Am Samstag war das Festzelt wieder ähnlich voll. Unter den Besuchern waren die Mitgliedern von fünf Burschen- und Mädchenschaften und zahlreichen Ortsvereinen aus Fronhausen und den Nachbardörfern. Musikalisch heizte die Band „Die Partyteufel“ dem Publikum ein und animierte die Feiernden zu etwas, was die Musiker aus Oberfranken laut Aussage ihres Frontsängers noch nie erlebt haben: einer Polonaise durch das Kirmeszelt. Bis in den Sonntagmorgen vergnügten sich viele Feiernde. Nur wenige Stunden später war es deutlich ruhiger und besinnlicher im Zelt. Zahlreiche Menschen, vor allem Fronhäuser, besuchten den ökumenischen Festgottesdienst, der vom evangelischen Pfarrer Manfred Meister und seinem katholischen Kollegen Hans-Ludwig Schmank ­gemeinsam gestaltet wurde. Ihren Anteil daran hatten zudem der Posaunenchor, der Kirchenchor und ein Chor aus Mitgliedern der Burschenschaft, der eigens für den Gottesdienst mehrmals geprobt hatte. Am Nachmittag wurden Kaffee und Kuchen angeboten und mit einem gemütlichen Beisammensein klang der Festsonntag am Abend aus.

Zum Abschluss der Kirmes werden es die Burschen und ihre Gäste am Montag noch einmal richtig krachen lassen. Den ganzen Tag werden die „Maintaler Blasmusikanten“ für die passende Musik im Festzelt sorgen. In den Mittagsstunden soll es Freibier, gesponsert durch Unternehmen aus dem Ort, geben. Erst spät in der Nacht wird die diesjährige Fronhäuser Kirmes zu Ende gehen.

von Stefan Weisbrod

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