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Südkreis Wildes Parken am Kreisverkehr hat ein Ende
Landkreis Südkreis Wildes Parken am Kreisverkehr hat ein Ende
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11:39 13.12.2018
Entfernten das Durchfahrtverbotsschild vor dem neuen Pendlerparkplatz und gaben ihn damit frei (von links): Bernd Marquordt (Fachbereichsleiter Bau bei Hessen Mobil), Peter Eidam (Bürgermeister der Gemeinde Weimar), Marian Zachow (Erster Kreisbeigeordneter), Dirk Wind (Bauleiter der Firma Rohde) und Eugen Reichwein (Regionaler Bevollmächtigter bei Hessen Mobil). Quelle: Di Cicco
Niederweimar

Es ist ein ganz normaler Dienstagnachmittag. Nur wenige Meter hinter der Kreisverkehr-Ausfahrt der Bundesstraße 255 in Richtung ­Niederweimar nutzen Pendler einen Bereich der ehemaligen Landesstraße, um ihre Fahrzeuge abzustellen. Zumindest offiziell gibt es dort keine Parkplätze für Autos, allerdings wurden abgestellte Fahrzeuge bislang zumindest geduldet.

Jenes wilde Parken am Kreisverkehr hat nun ein Ende, denn auf der anderen Straßenseite gibt es jetzt einen Parkplatz, der über die Kreisstraße 42 Richtung Niederweimar mit einer hierfür ausgebauten separaten Zufahrt erreichbar ist.

Seit Ende­ Mai dieses Jahres hat Hessen 
 Mobil nahe der Anschlussstelle­ Weimar-Niederweimar der Bundesstraßen 3 und 255 einen­ Pendlerparkplatz errichtet. 250 000 Euro investierte 
der Bund dafür.

„Solche Parkplätze wurden bisher überall sehr gut angenommen, an vielen Stellen sind sie sogar erweitert worden“, berichtete Eugen Reichwein, Regionaler Bevollmächtigter Westhessen bei Hessen Mobil. 52 asphaltierte und 18 weitere Stellplätze auf Splitt bietet der neue Parkplatz – allerdings nicht für Lkw und Busse.

„Diese Parkmöglichkeit ist ein wichtiges Element zur Verkehrsvermeidung und zur Ermöglichung der Bildung von Fahrgemeinschaften“, sagte­ der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow – und wies auf die Kombination verschiedener Verkehrsträger wie die nahegelegene Zuganbindung und den dem neuen Parkplatz zulaufenden Radweg hin. „Genau dies ist die ­Zukunft der Mobilität“, freute sich ­Zachow.

Fahrbahn saniert

Weimars Bürgermeister Peter Eidam zeigte sich „dankbar für die Umsetzung“ des von der Firma Rohde durchgeführten Baus, der bereits in der Planfeststellung zum Restlückenschluss der B 3 zwischen Bellnhausen und Niederweimar festgelegt und nun im Nachgang zur Fertigstellung dieses Restlückenschlusses und dem Bau der Ortsumgehung B 255 Nieder- und Oberweimar sowie dem Rückbau des B 3-Halbanschlusses Gisselberg umgesetzt wurde. „Mobilität hat für die Gemeinde Weimar hohe Priorität.

Dies hilft uns ein ganzes Stück weiter“, sagte Bürgermeister Eidam.Wie Hessen Mobil mitteilte, wurde im Zuge des Rückbaus des Halbanschlusses Marburg-Gisselberg der B 3 zudem die Kreisstraße 42 – die ehemalige B 255 – zwischen Niederweimar und Gisselberg umgebaut. Die bisher teilweise zweigeteilte­ Streckenführung ist dabei so umgebaut worden, dass die K 42 nur noch auf einer Trasse am Hang verläuft, auf der mit ­einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung im Gegenverkehr gefahren werden kann.

Zudem wurde auf der K 42 in der Ortsdurchfahrt Gisselberg die Asphaltoberfläche der Fahrbahn saniert. Insgesamt rund 1,25 Millionen Euro – ebenfalls getragen von der Bundesrepublik Deutschland – haben die Sanierung und der Umbau der ehemaligen Bundesstraße gekostet. „Die Brücke wird im Laufe des nächsten Jahres zurückgebaut“, sagte Reichwein.

von Marcello Di Cicco